So soll die neue Verkehrsführung aussehen in der Einmündung bei Klais. Die Schotterfläche wird nach den Bauarbeiten wieder bepflanzt und begrünt.
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So soll die neue Verkehrsführung aussehen in der Einmündung bei Klais. Die Schotterfläche wird nach den Bauarbeiten wieder bepflanzt und begrünt.

Verkehr soll ausgebremst, Schulweg sicherer werden

Klaiser Ortseinfahrt: Das Raser-Eck entschärfen

  • Josef Hornsteiner
    vonJosef Hornsteiner
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Das Stattliche Bauamt Weilheim erneuert die Einmündung im Krüner Ortsteil Klais. Der Verkehr soll ausgebremst und der Schulweg damit sicherer werden. Ob die Bauarbeiten heuer noch beginnen, kann keiner sagen.

Klais – Nach rechts abbiegen, bei offenen Schranken über das Bahngleis donnern und noch in der Kurve wieder Gas geben. Viele Berufspendler kennen die Einmündung in Klais von der B 2 nach Mittenwald gut. Zu gut. Die Routine bei dieser Strecke verleitet zum schnell fahren. Das macht den Anwohnern im Krüner Ortsteil seit langem zu schaffen. Statt zu bremsen, wird oft in hoher Geschwindigkeit an der Ortseinfahrt vorbeigerauscht. Nun will die Gemeinde Krün in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim handeln und das Rasereck entschärfen – mit Verkehrsinseln, einer Abbiegespur und breiteren Ausfahrten.

Das Bauamt saniert heuer oder nächstes Jahr die Einmündung in die Staatsstraße. Die Verkehrsführung dort ist nicht mehr zeitgemäß. Die Gemeinde nutzt nun die Baumaßnahmen, um Probleme aus dem Weg zu räumen, die bereits seit längerem die Einheimischen stören. Treffen vor Ort mit den Anwohnern im März und April brachten den Behörden und der Kommune viele Einblicke, wo es an diesem viel befahrenen Nadelöhr hakt. Eine Voruntersuchung lag nun dem Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung vor. Er ergänzte den Entwurf mit Verbesserungsvorschlägen.

Das wird sich nach der Fertigstellung ändern:

Ändern wird sich einiges nach der Fertigstellung. Schulkinder mussten bislang an der Staatsstraße entlang gehen, um den Bahnhof zu erreichen. Hier will die Kommune Gehwege und Grünflächen schaffen. Einen Zebrastreifen wird es zwar keinen geben an der Stelle, dafür aber abgesenkte Gehsteige und Übergangshilfen. Zudem will Schwarzenberger die Straßenbeleuchtung bis zur Wanderbushaltestelle „An der Kirchleiten“ erweitern. Eine zusätzliche Ruhebank stellt er den Fußgängern in Aussicht. Auch Bäume – die jetzigen mussten gefällt werden – sollen wieder an der Einmündung stehen. Die Fahrbahn in Richtung Mittenwald verbreitert sich auf 5,50 Meter. Damit soll die Ausfahrt erleichtert werden, wenn die Bahnschranken geschlossen sind und ein Rückstau verhindert werden. Fahrbahnmarkierungen sorgen dabei für eine bessere Orientierung. Um den Verkehr auszubremsen, errichtet das Bauamt eine Verkehrsinsel und eine Abbiegespur in Richtung Ort. Zudem wird die Infotafel versetzt. Wo sie hinkommt, wird sich in der Detailplanung zeigen. An dieser arbeitet das Staatliche Bauamt gerade, weshalb die Verantwortliche Nadine Heiß noch nicht genau sagen kann, wie hoch die Kosten für die große Sanierung sein werden. Im Detail will sich der Gemeinderat auch mit dem Bahnübergang befassen. Wünschenswert wäre ein weiterer Rad- und Fußgängerweg auf der östlichen Seite der Straße. „Eine Unterführung wäre nämlich nicht bezahlbar“, sagt Schwarzenberger.

Die Kosten außerhalb der Fahrbahn muss die Gemeinde selbst tragen. Die Gehwegsanierung und die neuen Grünflächen sind allerdings bis zu 60 Prozent förderfähig, erklärt Schwarzenberger. Das hat eine Anfrage im Amt für ländliche Entwicklung ergeben. Damit wäre nach einem Jahr Pause auch der letzte Teil der Klaiser Dorferneuerung abgeschlossen. „Ein krönender Abschluss.“

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