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Kleinod in Klais: Die Gemeinde Krün will im Frühling mit der Sanierung des Kircherls beginnen. 

Gemeinderat Krün plant Sanierung

Klaiser Kapelle - fein herausgeputzt

Keiner weiß genau, wie alt die Klaiser Kapelle eigentlich ist. Über 400 Jahre sind’s auf alle Fälle. Was feststeht: Im April/Mai soll das Kircherl in enger Abstimmung mit der Denkmalschutz-Behörde saniert werden. Dabei hofft der Krüner Bürgermeister auch auf die Spenden-Bereitschaft der Einheimischen.

Klais – Aus zwei mach’ eins – so hieß es im November 2016, als die Witwe von Max Baader (1932 bis 2013) der Gemeinde Krün ihre Hälfte der Klaiser Kapelle der Gemeinde Krün übereignete. Nun war das schmucke Kircherl am Elmauer Weg nach einer interessanten Vorgeschichte endgültig zu 100 Prozent in Besitz der Kommune. Doch Eigentum verpflichtet. Deshalb nimmt die Gemeinde wahrscheinlich im April/Mai im Inneren des Gotteshauses eine Sanierung vor.

Die Kosten halten sich mit geschätzten 20 000 Euro im Rahmen, zumal laut Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) Fördermittel von rund 30 Prozent in Aussicht stehen. Zuschüsse für das „Wahrzeichen von Klais“ (O-Ton Schwarzenberger) hat man bereits beim Landkreis, beim Bezirk Oberbayern, bei der Bayerischen Landesstiftung und beim Landesamt für Denkmalpflege beantragt. Dennoch: „Wir würden uns freuen, wenn wir für die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks auch auf Unterstützung durch die Klaiser Bevölkerung zählen könnten“, verdeutlicht Schwarzenberger. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, „dass wir dafür jederzeit eine Spendenquittung für steuerliche Zwecke ausstellen können“.

Beim Stichwort Denkmalschutz fällt einem natürlich sofort der Name Dr. Nikolaus Könner ein. „Wir haben ihn natürlich als allererstes kontaktiert“, versichert der Rathauschef, wohlwissend, dass in solchen diffizilen Angelegenheiten nichts ohne den obersten bayerischen Denkmalpfleger geht.

Doch auch Könner sieht in Klais absoluten Handlungsbedarf, da das uralte Mauerwerk schon sehr durchfeuchtet ist. Die Folge: „Auf einer Höhe von 80 Zentimetern bröckelt der Putz“, veranschaulicht der Bürgermeister.

Schritt eins ist deshalb das Freilegen der Fundamente. Des Weiteren erneuert man die Abdichtung von außen sowie die vorhandene Drainage. Zusätzlich planen die Bauherrn, die Dachrinnen über neue Rohre in einen vorhandenen Sickerschacht abzuleiten. „Damit soll das Regenwasser vom Dach des Gebäudes von den Fundamenten weggeleitet werden.“ Sprich: Künftig keine Feuchtigkeit mehr ins Innere der Kapelle gelangen.

Dort wird auf einer Höhe von knapp einem Meter der Putz abgeschlagen und anschließend das Mauerwerk ausgetrocknet, bevor man neuen aufträgt. Dann verschwinden auch die Risse. „Um zu verhindern, dass diese wieder auftreten, ist es notwendig, das Fundament auf der nordwestlichen Ecke des Gebäudes zu unterfangen.“ Überdies ist Schwarzenberger zufolge denkbar, „zwei bis drei Steckdosen, gegebenenfalls eine indirekte Beleuchtung des Altars sowie der Außenfassade, anzubringen.

Sind diese Arbeiten alle erledigt, kann der Vorplatz der Klaiser Kapelle angepackt werden. Dann ist nicht nur das geschichtsträchtige Kleinod fein herausgeputzt.

Christof Schnürer

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