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Schleusen auf: 2016 wurde das Wehr geöffnet.

Isar könnte dann wieder trocken fallen

Wassermassen spülen Kies an: Muss das Krüner Wehr geöffnet werden?

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Der Wasserpegel steigt, Geröll landet vor dem Wehr. Anzeichen, dass wieder eine so genannte Notspülung nötig werden könnte. Die kann für Fische böse Folgen haben.

Krün - Hans Schanderl kennt die Isar wie kaum ein anderer. Ein besonderes Auge wirft er auf den Wildfluss bei starken Regenfällen. Wenn der Pegel steigt, landet durch die Strömung Kies in dem Stauraum vor dem Krüner Wehr. So wie dieser Tage. Dem Gewässerwart des Kreisfischereivereins schwant Böses: „Beim nächsten Hochwasser wird Uniper gezwungen sein, das Wehr zu öffnen und Kies durchzuleiten“, teilt er mit. Ansonsten gelangt das Geröll in das Einleitungsbecken und den Überleitungskanal. Seine Befürchtung: Die Isar fällt durch die so genannte Notspülung wieder trocken. Nicht nur einmal verendeten tausende Fische. 

Für Erleichterung dürften die Aussagen von Theodoros Reumschüssel sorgen. Die Überlegungen, das Wehr zu öffnen, gab es bei Uniper durchaus. „Wir haben uns Gedanken gemacht, ob es schlau wäre“, sagt der Pressesprecher. Nachdem der Regen aber nachlassen soll und die Abflüsse nach unten gehen, „spülen wir nach Stand hier und jetzt nicht“. Zu wenig Kies würde dadurch aus dem Stauraum geschwappt werden.

Reumschüssel schätzt Schanderl, kennt aber auch dessen Beweggründe: Der Isarbeauftragte fordert seit Jahren einen Kiesfang, um das Problem zu lösen. „Wir stehen dem positiv gegenüber“, sagt der Sprecher, „sind aber alleine nicht handlungsfähig“. Im Boot sitzen auch Wallgau und Krün sowie das Wasserwirtschaftsamt.

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