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Kinderkrippe: Krün baut für die Zukunft

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Freude für die Kleinen und die Großen: Kindergarten-Leiterin Doris Winter (l.) schreitet mit einem Spatenstich-Kommando zur Tat. Das freut natürlich (hinten v. l) Bürgermeister Thomas Schwarzenberger, Franz-Paul Reindl junior, Pfarrer Michael Wehrsdorf, Hubert Achner junior, Josef Heilinglechner und Architekt Christoph Albl. © Wolfgang Kunz

2,2 Millionen Euro soll das künftige Vorzeige-Projekt kosten. Mit integrierten Wohnungen möchte die Gemeinde zusätzlich Erzieherinnen locken.

Krün Krün baut vor, in erster Linie aber für die Zukunft: Mit dem Spatenstich für die künftige Kinderkrippe hat die Isartal-Gemeinde in Corona-Zeiten ein wichtiges Signal gesetzt: Die öffentliche Hand zeigt sich investitionsfreudig – und davon profitieren einheimische Betriebe.

„Ich freue mich, dass wir nach den Ausschreibungen mit Hubert Achner aus Wallgau und Josef Heilinglechner aus Walchensee zwei regionale Firmen in unser Bauvorhaben einbinden konnten“, verdeutlichte Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU), der in puncto Spatenstich gerne einigen kleinen Krünern und Kindergarten-Leiterin Doris Winter den Vortritt ließ. Alles in allem geht die Kommune von Gesamtkosten von etwa 2,2 Millionen Euro aus – zu 30 Prozent gefördert vom bayerischen Steuerzahler.

Geplant hat das hauptsächlich von der Gemeinde finanzierte Projekt, für das bereits mit den vorbereitenden Aushubarbeiten begonnen wurde, der Oberauer Architekt Christoph Albl. Als Eigentümerin des Grundstücks und Betreiberin des Kindergartens St. Sebastian – knapp 50 Buben und Mädchen sowie sieben Betreuerinnen – firmiert die Kirchenstiftung Krün, die beim Spatenstich durch Pfarrer Michael Wehrsdorf und Franz-Paul Reindl junior vertreten wurde. „Diese Krippe kann für unsere Kleinsten nur gut sein“, unterstrich Reindl.

In besten Händen

Von der Kirchenstiftung hat die Gemeinde auch die vor dem Kindergarten liegende und während der Baumaßnahmen als Spielplatz dienende Wiese in Erbpacht übernommen. „Ich bin der Gemeinde Krün dankbar, denn die Kinder sind hier in besten Händen“, stellte Seelsorger Wehrsdorf heraus. „Jetzt hoffe ich nur noch auf eine erfolgreiche Umsetzung der Arbeiten.“

Die Baustelle wird durch einen Zaun vom restlichen Kindergartengelände getrennt, das nur aus südlicher Richtung – vom Ramweg aus – zu erreichen ist. „Die Absperrung ist aus Rücksicht auf unsere Kinder errichtet worden“, betont der Rathauschef. „Damit ist eine reibungslose und unfallfreie Abwicklung der Bauarbeiten gewährleistet.“ Für das laufende Krisenjahr wünscht sich Schwarzenberger nur eines: „Ich hoffe, dass der Rohbau noch heuer fertig gestellt werden kann und wir die Ausschreibung für den Innenausbau veranlassen können.“

16 mal 12 Meter groß

Der an das Hauptgebäude auf dem bisherigen Spielplatz geplante 16 mal 12 Meter große Anbau sieht einen Gruppen-, Wickel- und Schlafraum für die Allerkleinsten der Einrichtung und im Ersten Stock drei Einliegerwohnungen mit 85, 75 und 50 Quadratmetern vor (wir berichteten). „Vielleicht“, hofft Schwarzenberger, „finden wir dadurch Fachkräfte für den erweiterten Kindergarten“. Dies kann Leiterin Winter nur begrüßen. „Der Großteil unserer Neuaufnahmen liegt unter drei Jahren. Ohne Erweiterung hätten wir große Probleme. Deshalb sind wir froh, dass sich die Gemeinde Krün so stark für uns einsetzt.“

Wolfgang Kunz

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