Spannender Neuzugang: Das Campendonk-Bild hat bereits seinen festen Platz im Schloßmuseum gefunden. Foto: fkn

„Kuh mit Kalb“- ein Glücksfall

Murnau - Das Bild des deutsch-niederländischen Malers Heinrich Campendonk ergänzt die expressionistische Sammlung im Schloßmuseum Murnau perfekt.

Nach den prominenten Neuzugängen - ein Hinterglasbild von Paul Klee und Gemälde von Wassily Kandinsky und Alexej Jawlensky - darf sich das Schloßmuseum Murnau über eine weitere Dauerleihgabe aus Privatbesitz freuen: Mit dem Ölgemälde „Kuh mit Kalb“, das der des deutsch-niederländische Grafiker und Maler Heinrich Campendonk 1917 gefertigt hatte, werde der Bestand zur expressionistischen Kunstentwicklung auf hervorragende Weise ergänzt, betont Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig. Zustande gekommen ist diese Leihgabe durch die Vermittlung ihrer Vorgängerin, Dr. Brigitte Salmen.

Campendonk, der seit 1909 der Neuen Künstlervereinigung München und seit 1911 auch dem Blauen Reiter angehörte, lebte von 1911 bis 1916 in Sindelsdorf und bis 1922 in Seeshaupt. „Neben zahlreichen engen Künstlerfreundschaften mit Franz Marc, August Macke und Paul Klee stand er auch in engem Kontakt zu Kandinsky“, weiß Uhrig. Die kraftvolle Farbgebung und die kantige Zersplitterung der „Kuh mit Kalb“ seien charakteristisch für seine Malweise. Diese orientierte sich bereits früh an Arbeiten französischer Kubisten wie Pablo Picasso und George Braques, zeugt aber auch von der intensiven Beschäftigung mit der Hinterglasmalerei. Trotz der deutlichen Tendenz zur Abstraktion, blieb er gegenständlichen Themen treu, die meist den Menschen umgeben von einer stilisierter Tier- und Pflanzenwelt darstellen. (tab)

Auch interessant

Kommentare