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Bald wieder zugänglich? Der Haupteingang am Kultur- und Tagungszentrum Murnau.

Aufwändige Arbeiten am Kultur- und Tagungszentrum

Großbaustelle: Bis Jahresende ist der Spuk vorbei

Murnau - Seit Pfingsten wird am Kultur- und Tagungszentrum Murnau gewerkelt – mit Behinderungen für Passanten und Verkehr. Ab Mitte Dezember soll die Umgestaltung des Areals im Großen und Ganzen abgeschlossen sein, sagt Marktbaumeister Klaus Tworek. Das Bauamt setzt alles daran, den Nordeingang bis zum Musikfestival Grenzenlos zu öffnen.

Der Marktbaumeister ist vorsichtig, was Prognosen anbelangt. Zu viele Unwägbarkeiten können bei Großprojekten wie der Umgestaltung des Areals am Kultur- und Tagungszentrum Murnau (KTM) auftreten, das ist bekannt. Doch zwei Dinge will Klaus Tworek zusammen mit seinem Bauamtsteam und den beteiligten Firmen auf alle Fälle versuchen: Zum einen sollen die wesentlichen Arbeiten, falls das Wetter mitspielt, bis Mitte Dezember erledigt sein, zum anderen will man den Haupteingang schon bis zum Musikfestival „Grenzenlos“ am kommenden Wochenende (21. bis 23. Oktober) wieder freibekommen: „Wir setzen alles daran, bis dahin den Nordeingang des Kultur- und Tagungszentrums wieder öffnen zu können. Und ich bin auch guter Hoffnung, dass das klappt.“

Seit Mitte Mai werden im Norden und Osten des Kultur- und Tagungszentrums Murnau ungeheure Erdmassen bewegt, Leitungen verlegt, bisher unebenes Gelände wird eingeebnet, die Kohlgruber Straße verschmälert, die Straßen und der neu entstandene Platz sind zu pflastern. Der weitere Fahrplan sieht laut Tworek wie folgt aus: Nach der wahrscheinlichen Öffnung des Haupteingangs zum nächsten Wochenende wird sich die Baustelle am Burggraben weiter Richtung Süden bis zirka Höhe Burgklause ziehen. Auch dort muss unterirdisch die Fernwärmeleitung verlegt und oberirdisch der Plattenbelag angebracht werden. Betroffen sein wird dann auch der dortige Zugang zum Kurpark von Osten her. „Wenn wir hier zumachen, muss oben offen sein“, erklärt Tworek. 

Sobald die westseitige Pflasterung der Bahnhofstraße sowie des Burggrabens abgeschlossen ist, ist der Verkehr nicht mehr ostseitig, sondern westseitig auf dem neuen Plattenverlag vorbei zu leiten, während dann Pflasterarbeiten auf der Postgassen-Seite laufen. „Diese Teilsperrung für den Verkehr wird noch deutlich in den Dezember reingehen.“

Dann fehlen auch noch Arbeiten auf dem Areal vor dem alten Postamt, genauer, der direkte Zugang zum Haupteingang des alten Gebäudes. „Das ist aber nicht so schlimm, da die Schalterhalle ohnehin nicht genutzt wird, deshalb hat das für mich geringere Priorität.“

Die Gesamtkosten für solche Projekte im Vorfeld ganz genau zu schätzen, ist schwierig. Während der laufenden Bauarbeiten wurde zum Beispiel festgestellt, dass sich die beiden Flachdächer im Westen des Kultur- und Tagungszentrums in desolatem Zustand befinden. „Beide sind mehr als 40 Jahre alt, also wurde beschlossen, sie mit zu erneuern.“ Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Areals hätten sich mittlerweile von grob geschätzten 1,5 Millionen Euro auf rund zwei Millionen erhöht. Wie es dann mit dem so genannten Bauabschnitt 2, der Sanierung der Bahnhofstraße weiter Richtung Norden, und dem Bauabschnitt 3, der Umgestaltung des Gabriele-Münter-Platzes, weitergehen wird, steht laut dem Marktbaumeister noch in den Sternen. Sicher sei nur, dass am Gabriele-Münter-Platz zwingend die Tiefgarage eine Sanierung brauche. Alle weiteren Bauphasen müssten auch noch durch den Gemeinderat.

Michaela Sperer

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