Erstmals nach zehn Jahren ist Sebastian Bezzel wieder dabei

Kultursommer: Besetzungsliste kann sich sehen lassen

Garmisch-Partenkirchen - Großes Drama an expressiven Spielorten, das macht den Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen aus.

Pünktlich zum Start des Vorverkaufs am heutigen Mittwoch gab Künstlerischer Leiter Georg Büttel die Besetzungen für die Spielzeit vom 23. August bis 23. September bekannt: „Dafür steht der Kultursommer: Leute von hier, die mit Gästen auf der Bühne stehen, die sich hier wohl fühlen.“

Einer von ihnen ist Sebastian Bezzel, der nach zehn Jahren erstmals wieder auf der Kultursommer-Bühne steht. Nach dem Wilderer-Drama „Weibsteufel“ hinter der Partnachklamm, das 2002 das Publikum begeisterte, verkörpert er heuer den Titus Feuerfuchs in Johann Nestroys Komödie „Der Talisman“. „Das wird ein amüsanter Abend, ein rauschendes Fest in der Bayernhalle“, wirbt Büttel für das bayerische Volkstheater, das er inszeniert. Bezzel zur Seite stehen neben Johanna Christine Gehlen, jenseits der Bühne seine Frau, Janina Stopper, Annette Taubmann, Toni Weinberger und Angela Hundsdorfer.

Die Garmisch-Partenkirchnerin übernimmt in diesem Stück den Part „der lüsternen Gärtnerin“, wie Büttel mit einem Augenzwinkern verrät. Ihre Wandlungsfähigkeit stellt Hundsdorfer auch im Michael-Ende-Kurpark unter Beweis, wo sie unter der Regie Harald Helfrichs als Aschenputtels böse Stiefmutter auftaucht. Und am Herrgottschrofen hört dann alles auf ihr Kommando: Dort bringt sie das Drama „Schlafes Bruder“ auf die Bühne. „Durch die Enge des Tals passt dieses Stück perfekt da hin“, meint Hundsdorfer. Die Besetzung sei relativ schlank gehalten - die Hauptrollen übernehmen Johannes Schön, Korinna Krauss und Tom Kress, unterstützt von heimischen Darstellern. „Das sind sehr gute Profis mit hervorragenden Amateuren, die sich trauen, etwas anderes auszuprobieren.“ Genau das fordert die Regisseurin von ihren Akteuren: „Wir arbeiten mit verschiedenen Theaterformen, mit Bewegung, Figuren und Masken.“ Letztere werden gerade in der hiesigen Schnitzschule gefertigt - Gesichter von Bauern mit wuchtiger Stirn und fliehendem Kinn.

Der volle Naturgenuss ist außerdem beim Stationentheater im Michael-Ende-Kurpark zu erleben, in dem Helfrich sein „Aschenputtel“ modern und spritzig der ganzen Familie präsentiert. In die Rolle der Heldin schlüpft Claudia Hinterecker, die 2011 in „Willis wilde Weiber“ zu sehen war. Den Prinz spielt Armin Schlagwein, der im vergangenen Sommer in den „Räubern“ am Gschwandtnerbauer mitwirkte. „Die Besetzung ist der Wahnsinn, das ist quasi das ,Who is who’ des Kultursommers“, findet Helfrich. Komplettiert wird sein Ensemble durch Thomas Unruh und Marie Teres Pfefferle.

Mit den Proben beginnen Helfrich und sein Team Anfang August. Bereits Mitte Juli legen Hundsdorfer und Büttel los. Freilich bedeutet es nicht, dass bis dahin nichts passiert: „Derzeit läuft eine Mischung aus Proben und Konzeption“, unterstreicht der Künstlerische Leiter. „Das heißt, wir probieren schon Manches aus.“

Auf das, was ihn im Kultursommer erwartet, ist Bürgermeister Thomas Schmid gespannt: „Die Besetzungslisten klingen auf alle Fälle schon sehr vielversprechend.“

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