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Die Schildkröte Kassiopeia hilft Momo (Janina Stopper) den Weg zu finden.

Janina Stopper beim Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen

Im Bann von Momo

Garmisch-Partenkirchen - Janina Stopper spielt zum zweiten Mal die Rolle der Momo. Für die 27-Jährige war es ein Herzensanliegen wieder beim Kultursommer spielen zu dürfen.

Momo, die berühmte Figur aus Michael Endes gleichnamigem Roman, hat eine große Gabe: Sie kann gut zuhören. Für Schauspielerin Janina Stopper ist das Mädchen, das den Menschen die Zeit wiederschenkt eine „wunderschöne Rolle zum Spielen“. Wohl auch deshalb, weil sie sich während der Inszenierung selber hinsetzen und ihren Mitspielern einfach mal zuhören kann. „Das kommt bei anderen Stücken manchmal zu kurz“, sagt die rothaarige Mimin. „Die meisten Aufführungen sind hektisch, und man muss an so viel denken, dass man das Spiel der anderen gar nicht auf sich wirken lassen kann.“

Für Stopper ist es bereits das vierte Engagement in Garmisch-Partenkirchen. Zum zweiten Mal spielt sie im Rahmen des Garmisch-Partenkirchner Kultursommers die Rolle des Mädchens, das sich gegen die Grauen Herren behaupten muss. 2013 fand die erste Inszenierung, die Georg Büttel als künstlerischer Leiter erfolgreich auf die Bühne brachte, statt. Die Künstlerin, die in München geboren wurde und die in Berlin lebt, kam in der Zwischenzeit viel herum. Im vergangenen Sommer schloss sie die Schauspielschule erfolgreich ab. Verschiedene Engagements für Theater und Film stehen im Terminplan. Bis vor kurzem spielte sie bei den Bad Hersfelder Festspielen in Arthur Millers „Hexenjagd“ mit. Dass sie für Momo wieder in die Marktgemeinde kommt, war ihr ein Herzensanliegen. „Ich hab mich sehr gefreut, die Rolle nochmal spielen zu dürfen“, sagt die 27-Jährige.

Mitte August beginnen die Proben. Die Premiere findet am Samstag, 20. August, im Amphitheater des Michael-Ende-Kurparks statt. Insgesamt eine Woche hatten Schauspieler und die Regie Zeit, das Stück wieder einzustudieren. Das ist nach Stoppers Aussage sogar eine relativ lange Zeit für die Wiederaufnahme eines Stückes. Bei der Kultursommer-Produktion sind aber auch neue Schauspieler mit von der Partie. „Die müssen natürlich alles Abläufe neu lernen“, sagt Stopper. Auch sie selbst muss sich in die Rolle wieder hineinlesen „Ich denke, ich komme bei den Proben schnell wieder hinein.“

Mit den Werken von Michael Ende, der in Garmisch-Partenkirchen geboren wurde, hat sich Stopper erst im Rahmen der Theaterproduktion im Jahr 2013 auseinandergesetzt. „Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vorher fast nichts von ihm kannte.“ Außer natürlich „Die Unendliche Geschichte“, sagt sie und erinnert sich: „Auf dem Drachen Fuchur bin ich als Kind im Bavaria-Filmstudio geflogen.“

Ihre Zeit im Werdenfelser Land möchte Stopper jedoch nicht nur fürs Proben und Schauspielern nutzen. Wenn möglich, will sie in der Zeit, in der sie dort ist, Freunde besuchen. Außerdem anderem hat sie vor, sich die Kultursommer-Inszenierung vom „Räuber Kneißl“ anzusehen. Auch ein Besuch am Eibsee ist geplant. „Schön wäre es, wenn ich alles hinbekomme. Ich bin einfach sehr gerne hier.“

Magdalena Kratzer

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