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Künstlerfreunde: (v. l.) Friedrich Hechelmann, Binette Schroeder, Maja Bohn und Manfred Schlüter im Gespräch mit Nina Rausch, die die Illustrationen aufgespürt hat.

Ausstellung mit Werken bekannter Ende-Illustratoren

Treffen der Künstlerfreunde beim Kultursommer

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Garmisch-Partenkirchen - Eine Ausstellung in der Galerie des Marktes, in der Werke der bekanntesten Michael-Ende-Illustratoren gezeigt werden, bietet einen neuen Blick auf die fantastischen Welten des weltberühmten Schriftstellers.  

Es war eine Überraschung für Michael Ende, eine,die gelang. Die Bilder, die Binette Schröder im Auftrag des Verlags zu seiner „Vollmondlegende“ malte, begeisterten den Schriftsteller. „Ich hatte mir auch besonders viel Mühe gegeben, dass sie zum Text passen“, erinnert sich die Künstlerin lächelnd. Ganz wunderbar habe Ende ihre Arbeit gefunden und doch auf Nachfrage eingeräumt, dass sie seine Vorstellungen nicht wiedergeben würden. Kein Wunder, lassen doch die fantastischen Welten, die er schuf, im Kopf jedes Lesers andere Bilder entstehen. Dass der gebürtige Garmisch-Partenkirchner und die Gräfelfingerin auf einer Wellenlänge liegen, war aber bei dieser ersten Zusammenarbeit schnell klar. Der Austausch mit dem Autor fehlt der Malerin surrealer Landschaften: „Michael ist ein Mensch, den ich bis heute vermisse.“

Damit steht sie nicht allein da, was das Zusammentreffen bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie des Marktes im Michael-Ende-Kurpark belegte. Künstlerfreunde werden hier im Rahmen des Kultursommers vereint. Bekannte Illustratoren, die eines gemein haben: die enge Verbindung mit dem Schriftsteller und seinen Vorstellungen. Drei von ihnen – Franz Josef Tripp, dessen Tusche-Zeichnungen von Jim Knopf Lust machen, die Geschichte sofort nachzulesen, Annegert Fuchshuber, die im „Traumfresserchen“ die Albträume bezwingt, und „Oberschnurps“ Rolf Rettich – sind bereits tot. Von den übrigen waren neben Schroeder drei weitere anwesend. Und genossen die Begegnung. Dass ihre Werke gemeinsam gezeigt werden, ist eine Premiere.

„Großartig“ findet Manfred Schlüter, der Tranquilla Trampeltreu und andere Fabelwesen auf Papier gebannt hat, dieses Angebot. Ende hat er „in wunderbarer Erinnerung“. Nachdem der Autor bereits sehr bekannt war, als er den Auftrag für die Illustrationen bekam, sei er allerdings sehr froh gewesen, dass er ihn erst im Nachhinein kennengelernt hat. In einem Hotel in seiner norddeutschen Heimat, in der Ende auf einer Lesereise Station machte, trafen sie sich. „Wir haben die Minibar geleert und viel geredet.“

An die intensiven Gespräche mit dem berühmten Autor denkt auch Friedrich Hechelmann gerne zurück. „Wir waren uns in unserem Denken, unserer Einstellung und in der Kritik an der Gesellschaft sehr nah“, betont der Allgäuer. „Ophelias Schattentheater“ gestaltete er mit Ende zusammen, die Bilder zu Momo entstanden 2010, 15 Jahre nach seinem Tod. Beispiele aus beiden Geschichten zeigt er in Garmisch-Partenkirchen.

Und sie passen perfekt zum Geist von Ende, der soviel mehr war als der Vater von Momo, Jim Knopf und der „Unendlichen Geschichte“. Er schuf fantastische Welten, die auch heute noch seine Leser wie die Betrachter der Illustrationen verzaubern.

Die Ausstellung

läuft bis 18. September dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr in der Galerie des Marktes im Michael-Ende-Kurpark Garmisch-Partenkirchen. Der Eintritt ist frei.

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