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Bei den Proben zur "Kinderträgödie": Harald Helfrich (l.) mit seinen Darstellern. 

Regisseur übt Kritik an Reaktionen

Kultursommer: Helfrich vermisst die Solidarität

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Garmisch-Partenkirchen - Der Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen steht vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt hat sich SPD-Mann Harald Helfrich im Gemeinderat zu Wort gemeldet und beanstandete die Reaktionen aus dem Ort. 

Der Kultursommer ist auch sein Kind. Harald Helfrich hat sich für ihn ins Zeug gelegt – als Regisseur, Schauspieler und in anderen Rollen. Helfrich ist auch Kommunalpolitiker. Seit dieser Periode sitzt er für die SPD im Gemeinderat. In dieser Funktion sah er sich genötigt, in der Mittwoch-Sitzung eine Lanze für den Kultursommer zu brechen, der auf der Kippe steht, weil Veranstalter Florian Zwipf-Zaharia mit seiner Cultus Production GmbH vor einigen Wochen Insolvenzantrag stellen musste.

70 bis 80 Prozent der Mitwirkenden am Kultursommer waren in dieser Spielzeit Helfrich zufolge Einheimische. „Von der drohenden Insolvenz sind einige existenziell betroffen“, sagt er. Die Solidarität für die Veranstaltung kommt ihm zu kurz – aus der Gemeinde und aus dem Gemeinderat. Als leuchtendes Beispiel nennt er München, wo sich die erste Reihe der Volksschauspieler in vorbildlicher Art und Weise positioniert habe. Deren Urteil: In Garmisch-Partenkirchen sei hervorragende Arbeit geleistet worden.

Bekundungen dieser Art vermisst er in Garmisch-Partenkirchen. Was er gar nicht verstehen kann: „Es wurde auch öffentlich nachgetreten.“ Ausdrücklich nannte er die Äußerungen von Christoph Elschenbroich. Der parteifreie Gemeinderat, Initiator der Reihe jazzGAP, hatte sich, als er zur drohenden Insolvenz von Cultus Production befragt wurde, in einer ersten Reaktion wenig rücksichtsvoll geäußert: „Ich begrüße das.“ Das Tischtuch zwischen Helfrich und Elschenbroich scheint deshalb zerschnitten. „Wer so etwas raushaut, der ist für mich kein adäquater Gesprächspartner mehr für weitere kulturelle Projekte“, meint Helfrich.

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