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Die Bilder zu Momo hat Friedrich Hechelmann gemalt.

Auftakt mit Michael Endes Künstlerfreunden

Kultursommer, eine feste Größe im Landkreis

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Garmisch-Partenkirchen - „Frei sein“ – unter diesem Motto steht der Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen, der bis 18. September dauert. Zur Eröffnung widmet sich die Reihe Michael Ende und seinen Künstlerfreunden. Frei sind sie vor allem darin, ihre Fantasie auszuleben.

Die traumhafte Natur, die beeindruckende Landschaft prägen den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Genau wie die Kunst und die Kultur. Schon in vergangenen Jahrzehnten entdeckten Künstler, wie die Maler des Blauen Reiter, die Komponisten Richard Strauss und Sergej Prokofjew sowie der Schriftsteller Ödön von Horváth, dieses besondere Zusammenspiel. Eines, das den Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen seit inzwischen 14 Jahren prägt. „Diese Verbindung macht ihn auch zu etwas ganz Besonderem“, hob Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bei der Eröffnung der Reihe hervor. Aus seiner Sicht „ist der Kultursommer ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender, weit über die Grenzen des Landkreises bekannt und mit seinem interessanten Programm von hoher künstlerischer Qualität nicht mehr wegzudenken“. Vom Auftakt mit der Eröffnung der Ausstellung „Michael Endes Künstlerfreunde“, in der Werke der bekanntesten Illustratoren von Geschichten des Schriftstellers gezeigt werden, und der Phantastischen Nacht zeigte sich Speer schon sehr angetan. „Ich hoffe, dass viele dieses Angebot annehmen.“

Worte, die Florian Zwipf-Zaharia mit einem strahlenden Lächeln vernahm. „Dass der Kultursommer nicht mehr wegzudenken ist, das ist der schönste Satz, der heute Abend gefallen ist“, meinte er schmunzelnd. „Ich hoffe, das haben auch viele Gemeinderäte gehört.“ Damit spielte der Veranstalter der Reihe darauf an, dass dieses Gremium bald die Weichenstellung für die kommenden Kultursommer auf der Agenda hat.

Der diesjährige widmet sich einem Thema, das hochaktuell ist. „Frei sein“ – unter diesem Motto stehen die Inszenierungen, die von Momo über „Max & Moritz“ und den „Räuber Kneißl“ bis zur Kindertragödie am Rießersee reichen. Freiheit ist nicht nur ein Thema durch die Flüchtlingsströme, sondern es beschäftigt die Menschen auch durch die immer stärker werdenden Einschränkungen im Alltag. „Die Zeit hat uns eingeholt“, sagt Zwipf-Zaharia. Er und Künstlerischer Leiter Georg Büttel verstehen ihren Auftrag aber auch so, aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufs Programm zu setzen. Dazu passt die Kindertragödie, die sich mit den Möglichkeiten der feien Entfaltung in einer Familie auseinandersetzt. Passend zu jeder Produktion werden Werkstätten angeboten, in denen sich die Zuschauer auf einer anderen Ebene mit den Stücken auseinandersetzen können.

Ein Ansatz, der auch bei Wolfgang Bauer ankommt. Der Zweite Bürgermeister (CSU) der Marktgemeinde schätzt besonders, dass die Reihe immer einen besonderen Schauplatz, wie heuer die Olympia-Bobbahn am Rießersee einbezieht. Auch das mache den Kultursommer aus und seit 14 Jahren zu einem besonderen Erlebnis – für Einheimische, Gäste und die Akteure.

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