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Der Kunstrasenplatz am Gröben ist teurer geworden.

Ex-Bürgermeister Schmid signalisierte Verhandlungsbereitschaft

Kunstrasenplatz am Gröben: Markt soll 50.000 Euro nachschießen

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Garmisch-Partenkirchen - Der Kunstrasenplatz am Gröben ist teurer geworden. Nachdem der 1. FC Garmisch-Partenkirchen seinen Anteil aufgestockt hat, fehlen immer noch knapp 50 000 Euro. Die soll der Markt übernehmen. 

Kein Mähen, kein Düngen, leicht vom Schnee zu befreien – quasi allzeit einsetzbar. Kunstrasen macht gerade auf Fußballplätzen Sinn. Nach Murnau und Oberau hat auch Garmisch-Partenkirchen aufgerüstet und ist somit unabhängig von jeglichen Wetterkapriolen. Der Platz im Stadion am Gröben ist längst fertig. Die Kosten für die Anlage – statt 634 860 schlug sie mit 702 797 Euro zu Buche – beschäftigten jetzt allerdings den Gemeinderat.

Hintergrund ist die Finanzierungslücke in Höhe von 49 636 Euro, vor der der Verein, der 1. FC Garmisch-Partenkirchen, steht. Um die zu schließen, baut der Fußballclub auf den Markt. Eine Entscheidung wurde jedoch vertagt – auf Januar 2016. Nachdem das Thema vom öffentlichen in den nicht-öffentlichen Teil verschoben wurde, stellten die Beteiligten fest, dass noch erheblicher Klärungsbedarf besteht. „Wir müssen weitere Unterlagen vorlegen“, bestätigt FC-Präsident Sigi Riesch.

402 311 Euro hat der Markt bereits in den Kunstrasenplatz am Gröben gesteckt – auf Basis der Kalkulation des Vereins und seines Planungsbüros. Dass diese Zahlen nicht auf konkreten Angeboten beruhten, habe sich erst jetzt im Nachhinein herausgestellt, unterstreicht Rathaussprecher Florian Nöbauer. Offenbar habe es wegen der Förderung durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV) pressiert. Unabhängig davon steht fest: „Die vertraglichen Verpflichtungen wurden vom Markt eingehalten.“ Zudem verweist Nöbauer auf den Passus in der Vereinbarung vom 18. April 2013, in dem es heißt, dass eventuell entstehende Mehrkosten vom 1. FC abzudecken seien. Das Schreiben, in dem der damalige Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) den Verantwortlichen bereits am 14. März 2013 Verhandlungsbereitschaft „bezüglich der Deckung der Finanzierungslücke“ signalisiert hatte, spielt dabei keine Rolle.

Entscheidend für den Markt und die jetzige Rathauschefin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ist allein der Vertrag, der mit dem Segen des Gemeinderats im April 2013 geschlossen wurde. Zudem erinnerte Meierhofer an weitere Leistungen zu Gunsten des Vereins: Neben der Überdachung der Spielerbänke am Hauptplatz (5000 Euro), den Kauf eines Kunstrasenpflege-Geräts (knapp 15 000 Euro) und der Neugestaltung der Außenanlagen (20 500 Euro) wurden auch zwei Zäune errichtet. Einer, um den Haupt- vom Kunstrasenplatz zu trennen (12 500 Euro), und einer an der Loisachseite (30 000 Euro). Somit seien insgesamt 485 305 Euro geflossen, rechnete Meierhofer in der Sitzung vor.

Pech für den Verein sei es gewesen, dass das Projekt angesichts der erforderlichen Verlegung der Kramerlaine und laufender Verhandlungen mit Grundstückseigentümern nicht schon 2012 auf den Weg gebracht werden konnte, verdeutlichte Riesch die Historie. Zu dem Zeitpunkt hätten noch 480 000 Euro als Gemeinde-Anteil im Raum gestanden, erinnert er sich. Nachdem sich der Baubeginn verzögert hatte, „und eigentlich von Anfang an klar war, dass 402 000 Euro nicht reichen“, verließen sich er und seine Mitstreiter auf den damaligen Bürgermeister. Und sein Signal, dass Verhandlungsbereitschaft besteht.

Abgesegnet hat der Gemeinderat dieses Zeichen allerdings nicht. Deshalb sind Riesch und die übrigen FC-Vertreter jetzt gefordert, das Gremium von ihrem Anliegen zu überzeugen. Fast 80 000 Euro haben sie in die Anlage gesteckt. Dazu kommen die 40 000 Euro zinsloses Darlehen, die sie an den BLSV – knapp 100 000 Euro gab’s vom Verband als Zuschuss – zurückzahlen müssen. „Wir sind finanziell ausgeblutet“, sagt Riesch. In letzter Konsequenz müsste der Verein sein Engagement im Jugendbereich, ein großer Kostenfaktor, reduzieren. „Es kann aber nicht sein, dass wir die Hälfte unserer 300 bis 330 Kinder und Jugendlichen heimschicken.“ Eine Lösung erhofft er sich von der Januar-Sitzung.

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