Anton Kölbl sucht einen neuen Pächter für die Kuranlage. foto: sj

Kuranlage: Durchbruch nicht in Sicht

Eschenlohe - Die Gemeinde Eschenlohe benötigt bei der Suche nach einem Pächter für ihre Kuranlage einen langen Atem. Es gibt zwar Interessenten, aber noch keinen Abschluss.

Seit rund zwei Jahren steht die ehemalige Siemens-Kuranlage in Eschenlohe leer - und noch ist ein neuer Betreiber nicht in Sicht. „Es gibt eine nette Anzahl von Interessenten“, sagt Bürgermeister Anton Kölbl (CSU), „und wir sind immer in Gesprächen.“ Doch ein Abschluss ließ sich bislang nicht erzielen. Bislang streckten ausschließlich kleinere Firmen ihre Fühler aus, „denen die Anlage letztlich zu groß ist“ - immerhin gilt es, die Betriebskosten zu schultern. „Wir spielen mit offenen Karten“, betont Kölbl. „Das Gesamtpaket muss passen, wir wollen nicht den Erstbesten nehmen.“ Die Gemeinde, an die das mehr als 6500 Quadratmeter umfassende Areal mit Kur-Einrichtungen nach dem Rückzug von Siemens aus dem Dorf zurückgefallen war, sucht einen langfristigen Pächter.

So lange dieser nicht in Sicht ist, belasten die laufenden Kosten den Gemeindesäckel; das ist nun den zweiten Winter der Fall. "Die Anlage wird perfekt gewartet, es ist täglich jemand im Haus“, sagt Kölbl. Eine Situation, die sich bis jetzt mit dem pekuniären Druck vereinbaren lässt. „Wir können schon noch warten, bis sich etwas ergibt“, betont Kölbl. Der Gemeinderat hat sich auch keine Frist gesetzt, bis zu der ein Abschluss erfolgen muss. „Die Situation hängt von der Finanzlage der Gemeinde ab“, erklärt der Bürgermeister. Diese sei zwar nach wie vor nicht berauschend, „aber nicht so schlecht, dass wir jetzt auf Teufel komm raus etwas machen müssten“.

Damit ist auch ein radikaler Schnitt derzeit kein Thema: ein Verkauf des idyllisch gelegenen Areals mit Panoramablick. „Es handelt sich um das einzige zusammenhängende Grundstück, das der Gemeinde gehört und bei dem wir einen Bebauungsplan drauflegen könnten“ - um etwa Wohnbebauung zu schaffen. Doch das, betont Kölbl, sei „momentan nicht angedacht“. Hier gehe es um eine Sahnestück, um Tafelsilber - und das will Eschenlohe nicht ohne Not verscherbeln. (sj)

Auch interessant

Kommentare