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Imposanter Raum: Die alte Klosterküche wurde komplett aus- und umgebaut.

Großereignis 2018

„Wald, Gebirg’ und Königstraum“: Aufbau der Landesausstellung läuft auf Hochtouren

In zehn Wochen feiert das Großereignis 2018 im Landkreis Eröffnung: die Landesausstellung in Ettal. Das Kloster hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Flächen stehen für den Aufbau bereit. Die Arbeiten haben begonnen.

Ettal – Alles erinnert ein bisschen an eine Wohnungsübergabe: Die Räume sind ausgeräumt und sehen derart leer enorm groß aus. Von den frisch geweißelten Wänden geht noch der Geruch von Farbe aus. Der Nachmieter kann kommen. Konkret ist es das Haus der Bayerischen Geschichte, das langsam Einzug im Kloster Ettal hält, um die Landesausstellung 2018 vorzubereiten. In manchen Räumen wird bereits gewerkelt und geschreinert. Andere stehen noch komplett leer.

1500 Quadratmeter für die Ausstellung

Insgesamt „übergibt“ das Kloster 1500 Quadratmeter an freier Fläche. Dafür war einiges zu tun, ruft Cellerar Pater Johannes Bauer in Erinnerung. „Wir haben den ganzen Trakt saniert.“ Das heißt: Die Elektroleitungen wurden komplett erneuert, gleiches gilt für alle Wasserläufe. Moderne WC-Anlagen sind entstanden, genauso wie ein Aufzug für Menschen mit Behinderung. Für den Brandschutz brauchte es neue Türen. Die Klosterküche ist umgezogen und wurde in dem Zug ausgetauscht. Unterm Strich investiert das Kloster einen siebenstelligen Betrag. Und in seine Zukunft.

Landesausstellung 2018 im Kloster Ettal: Bilder vom Aufbau

Wie Bauer verrät, gibt es bereits Pläne. „Für eine Dauerausstellung.“ Aber diese seien noch nicht spruchreif. Vorerst geht es ja auch um die Schau „Wald, Gebirg’ und Königstraum – Mythos Bayern“, die am 2. Mai feierlich eröffnet wird. Bis dahin gilt es, die leeren Räume mit Leben zu füllen. In der Rosner-aula, die schon jetzt nicht mehr wiederzuerkennen ist, liegt mit dem 3000 Jahre alten Einbaum eines der wichtigsten Exponate. Drum herum sind Holzplatten und Geräte wie Sägen abgelegt, an der Empore hängen bereits die Module der Klimaanlage. Die Aula, in der es auch eine Art Urwald geben soll, ist Baustelle pur.

Einer der Höhepunkte: ein 3D-Pavillon

„Das ist schon ein besonderer Ort“, sagt Architekt Tobias von Wolffersdorff, der für den Aufbau verantwortlich ist. „Allein schon die hohen Räume, da gibt es viel zu beachten.“ Viele Fenster verschwinden zum Beispiel hinter Rigipswänden. Der Südflügel des Klosters, in dem die Ausstellung untergebracht wird, steht voll in der Sonne. Künstliches Licht wird benötigt, um die Exponate gezielt zur Geltung zu bringen. Zwei Firmenteams sind mit bis zu 20 Arbeitern derzeit damit beschäftigt, Bühnenelemente und Wände aufzubauen. Einige Vitrinen und Lampen sind bereits aus Coburg, wo die Ausstellung 2017 stattfand, geliefert worden. Manches entsteht auch erst in den nächsten Monaten: Wie ein Verbindungsgang aus Holz, der den Südflügel über den Hof mit dem Klosterladen verbindet. Dort beginnt und endet der Rundgang.

Einer seiner Höhepunkte ist die Außenstation: der 3D-Pavillon für eine halbe Million Euro, der einen Durchmesser von 22 Metern hat. Trotz der eisigen Temperaturen: Wie Klostersprecher Christian Loth erklärt, wird noch in dieser Woche mit dem Bau der Fundamente begonnen. Der Bagger steht bereits im Klostergarten bereit und wartet darauf loszulegen. „Bald“, ist sich Loth sicher, „wird nichts mehr wiederzuerkennen sein.“

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