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Die Rückführung von Flüchtlingen ist nicht einfach.

Flüchtlinge im Landkreis

Abgelehnte Asylbewerber: Abtauchen statt Ausreisen

Landkreisweit gehen die Zahlen der Flüchtlinge zurück. Auch, weil einige von ihnen einfach abhauen. Grund für dieses Verhalten ist die Angst, abgeschoben zu werden. 

Garmisch-Partenkirchen – Immer mehr Asylanträge werden bearbeitet – damit steigt auch die Zahl der Ablehnungen. Aktuell leben nach Angaben des Landratsamtes 159 Flüchtlinge im Landkreis, die kein Asyl in Deutschland bekommen. Weitere 44 waren registriert. Wo sie sind, weiß aber keiner. „Sie sind abgetaucht“, erklärt Behördensprecher Stephan Scharf.

Dass sich die Personen weiterhin zwischen Staffelsee und Karwendel befinden, davon sei nicht gerade auszugehen. Weitere Informationen gibt es aber nicht. Da es nicht illegal ist, wenn sie sich weiter im Land aufhalten, erklärt Andreas Guske vom Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, werden die Beamten nicht aktiv. Anders ist es bei abgelehnten Asylbewerbern ohne Duldung. „Sie würden dann irgendwann zur Fahndung ausgeschrieben.“

Dann, wenn sich ihr Aufenthaltsort nicht feststellen lässt. Und diese Problem besteht nicht nur in der Region. „Es gibt deutschlandweit viele Personen, von denen wir nicht wissen, wo sie sich aufhalten“, sagt Guske.

Landkreis zahlt 20 Euro pro Tag und Person

Die 44, die aus dem Landkreis verschwunden sind, waren laut Landratsamt überwiegend Schwarzafrikaner und hatten allesamt den Status der Duldung. Das heißt, dass ihre Abschiebung aufgeschoben ist. Dies ist auch bei 35 der 159 Flüchtlinge mit abgelehnten Asylantrag der Fall. Sie sind in sieben Unterkünften untergebracht – auf Kosten des Landkreises. Er zahlt bis zum 20 Euro pro Tag und Person. Aktuell also bis zu rund 90 000 Euro.

Die Gründe dafür, warum es so schwierig ist, die Menschen zur Ausreise zu bringen, waren bereits im Dezember Thema im Kreistag. Damals erklärte Florian Hibler vom Ausländeramt, dass manche ganz einfach behaupten würden, krank zu sein oder keine Papiere zu haben.  Aktuell leben im Landkreis 783 Flüchtlinge. Eine Zahl, die eine deutliche Verringerung um 303 Menschen im Vergleich zum Vormonat darstellt. Und noch eine Zahl fällt auf: Von den 783 Flüchtlingen sind 293 so genannte Fehlbeleger. Also Personen, deren Asylantrag bewilligt wurde. Die aber weiter in einer Unterkunft leben, weil sie keine Wohnung finden.

Seit 1. Januar hat die Regierung von Oberbayern wieder die Trägerschaft für die Erstaufnahme-Einrichtung im Abrams in Garmisch-Partenkirchen übernommen. Dort wäre Platz für bis zu 300 Flüchtlinge. Derzeit sind dort aber nur 70 untergebracht. 

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