Ortsgeschichte in Bronze: Die Skulptur, die neuerdings den Platz vor dem Heimatmuseum ziert, spiegelt die Historie der Gemeinde wieder. Geschaffen hat die Plastik Hermann Schilcher. Er steht direkt hinter dem Kunstwerk. Foto: Lory

Die Asphaltwüste ist verschwunden

Uffing - Es war ein langer und bisweilen steiniger Weg. Doch nun ist die Neugestaltung der Uffinger Hauptstraße abgeschlossen. Dies feierte die Staffelsee-Gemeinde gestern mit einem Festakt.

Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU) zeigte sich erleichtert. „Die große Asphaltwüste ist verschwunden.“ Der Rathauschef verschwieg jedoch nicht die Widerstände, die teilweise zu überwinden gewesen seien. In vielen Sitzungen habe man um die beste Lösung gerungen. „Es ist klar, dass nicht jeder mit jedem Detail einverstanden ist.“ Am Ende habe nur ein Kompromiss herauskommen können, sagte Wintermeier.

Die Maßnahmen, die innerhalb eines Jahres umgesetzt wurden, sind mannigfaltig: Die Gehwege sind nun breiter, die Parkplätze strukturierter und einige Bereiche wurden begrünt. Darüber hinaus wurde die Hauptstraße im Mündungsbereich Schöffauer/Murnauer Straße zu einer abknickenden Vorfahrtsstraße umgewandelt. Auch den Bereich an Heimatmuseum und Maibaum hat man verschönert. Die Stelle hat nun Platzcharakter. Der finanzielle Aufwand war beträchtlich: Insgesamt verschlangen die Arbeiten 600 000 Euro, wovon die Gemeinde gut 400 000 Euro bezahlen musste.

Reinhard Pfaffinger, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Uffing, betonte, dass bis zuletzt Vorschläge von Bürgern behandelt worden seien. Der Mitarbeiter des Amts für Ländliche Entwicklung bezeichnete die Neugestaltung der Hauptstraße als „Kunstwerk“, das die Uffinger Bürger geschaffen hätten.

Apropos Kunst: Am Platz vor dem Heimatmuseum wurde gestern eine Skulptur enthüllt, die die lange Geschichte der Ortschaft wiederspiegelt. In einem Relief werden die Landwirtschaft, der Fremdenverkehr und die Mühlenvergangenheit dargestellt. „Obendrauf sitzen dreidimensional die Hinterglasmaler. Das Ganze krönt ein Kraxenträger, der die Kunstwerke in die entferntesten Winkel Europas lieferte“, erläuterte Franz Huber, Vorstands-Sprecher der Teilnehmergemeinschaft. Die Skulptur wurde auf eine Tuffsteinsäule montiert. In Wintermeiers Augen symbolisiert das Kunstwerk „die kulturelle Aufgeschlossenheit“ der Gemeinde. Geschaffen hat die Skulptur der Oberammergauer Bildhauer Hermann Schilcher (76). Professor Dr. Burkhard Huch, Vorstandsvorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, zeigte sich angetan. „Es ist eine sehr schöne Plastik geworden.“ Die Stiftung übernahm hierfür die Kosten. Die Segnung oblag Pfarrer Robert Walter und dem evangelischen Prädikanten Wolfgang Rogge. Das Straßenfest fiel aufgrund des schlechten Wetters aus. Gefeiert wurde stattdessen im Trachtenstadel am Sportplatz.

Mit der Hauptstraße ist die Dorferneuerung noch nicht zu Ende. Ziel sei nach wie vor im Zentrum einen größeren Parkbereich für PKW zu schaffen, verdeutlichte Pfaffinger. (roy)

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