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Diskussion im Kreisausschuss

Bauanträge: Verfahren werden beschleunigt

Wer ein Haus bauen will, der soll künftig nicht mehr so lange warten müssen, bis es Grünes Licht vom Landratsamt gibt. 

Landkreis – Die Klage ist immer wieder zu hören: Die Behandlung von Bauanträgen im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen dauere zu lang. Die Kreisbehörde versucht jetzt gegenzusteuern. Vizelandrat Dr. Michael Rapp (CSU) brachte das Thema am Rande der Kreisausschusssitzung zur Sprache. „Es kann nicht sein, dass die Leute anderthalb Jahre warten“, betonte er.

Die Kreisbehörde ist schon vor ein paar Monaten tätig geworden. Seit Anfang Juli werden so genannte Erstsichtungsschreiben an Bauherren verschickt. Sie sollen darüber informieren, „dass der Bauantrag im Landratsamt eingegangen ist, unter welcher Nummer dieser registriert ist, ob Fachstellen beteiligt werden und ob Unterlagen fehlen, die zur Beurteilung notwendig sind“. Dies teilt Franziska Klein vom Büro des Landrats mit.

Der Bauherr habe dadurch auch die Möglichkeit, frühzeitig Unterlagen nachzuliefern, um die gesamte Bearbeitungszeit zu verkürzen. Insgesamt werden pro Jahr etwa 700 Vorgänge im Bauamt der Kreisbehörde eingereicht. Dazu zählen rund 400 Bauanträge, etwa 50 Tekturen, ungefähr 45 denkmalpflegerische Erlaubnisanträge, circa 30 Abgeschlossenheitsbescheinigungen, rund 60 Vorbescheide und in etwa gleich viele Sondervorgänge (zum Beispiel Schwarzbauten). Wie viel Zeit durchschnittlich ins Land geht, bis das Landratsamt einen Bauantrag genehmigt hat, lässt sich schwer sagen. Laut Klein hängt das von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Umfang des Bauantrags, der Vollständigkeit, der Rechtslage sowie der Prüfung des Brandschutzes. „Die Bearbeitungsdauer ist somit von Fall zu Fall verschieden. 80 Prozent der Anträge werden innerhalb von maximal drei bis vier Monaten genehmigt.“

Erstsichtungen hatte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bereits vor rund zwei Jahren bei einer Sitzung des IHK-Gremiums Garmisch- Partenkirchen in Seehausen angekündigt. Damals war die Befürchtung zu hören, dass aufgrund von Verzögerungen noch mehr Firmen abwandern und damit Arbeitsplätze verschwinden.

Rubriklistenbild: © dpa

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