Bergwacht-Großeinsatz im Eschenlainetal

Eschenlohe - Mit einem Großaufgebot ist die Bergwacht Ohlstadt am Samstag ins Eschenlainetal ausgerückt. Ein 68-Jähriger Ottobrunner verunglückte bei einer Mountainbiketour und starb.

Nach einer aufwendigen Rettungsaktion, an der insgesamt 25 Mitglieder der Bergwacht Ohlstadt, Murnau, eine Spezialgruppe der Bergwachtregion Hochland und der Rettungshubschrauber "Christoph Murnau" beteiligt waren, konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.

Der Ottobrunner war mit seinem 65-jährigen Bruder von Eschenlohe kommend auf der beliebten Radtour durch das Eschenlainetal in Richtung Walchensee unterwegs. An einer Gabelung nahmen sie den falschen Abzweig und gerieten in stark ansteigendes Gelände. Dort verjüngt sich der Weg zu einem nur noch knapp 40 Zentimeter breiten Steig, sodass beide ihr Rad schieben mussten. Kurz vor der Gachentodklamm rutschte der Ältere gegen 12.30 Uhr aus und stürzte zirka 60 Meter ab und verunglückte tödlich. Die Bergung des Leichnams gelang erst vier Stunden später.

"Die Bergung war sehr aufwendig und kompliziert", erklärt Robert Brunner, Bereitschaftsleiter der zuständigen Bergwacht Ohlstadt, die als erstes am Unglücksort eintraf. Nach einer zuerst ergebnislosen Suche mit dem Hubschrauber, wurde diese am Boden fortgesetzt und mit Hilfe des Bruders der Unfallort gefunden.

"Für die Bergung waren aber die Spezialkräfte von der Canyoniggruppe der Region Hochland nötig", erläutert Brunner. Am schnellsten verfügbar waren drei Berwachtler aus Lengries, die von "Christoph Murnau" zur Einsatzstelle gebracht und in die wasserführende Klamm abgeseilt wurden. Später stieß noch ein Ohlstädter dazu.

Doch damit nicht genug. Da eine Bergung durch den Hubschrauber unmöglich war, wurde der verunglückte auf eine schwimmfähige Spezialtrage umgelagert und mit Hilfe einer speziell für Schluchtenrettungen entwickelte Seilbahn geborgen.

Der Bruder des Opfers sowie die Einsatzkkräfte wurden bereits während der Aktion von zwei Männern des Kriseninterventionsdienstes der Bergwacht Bayern psychologisch betreut.

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