Betreuungsvertrag gekündigt

Grafenaschau - Schwere Vorwürfe erheben Eltern gegen die Leiterin des Kindergartens St. Wolfgang in Grafenaschau.

­Die Leiterin des Kindergartens habe in mehreren Fällen die Anwesenheits-, Aufsichts- und Schweigepflicht verletzt und sich "pädagogisch äußerst zweifelhalt" verhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des ehemaligen Elternbeirats. Nun haben alle neun Eltern zu einem drastischen Mittel gegriffen und den Betreuungsvertrag für ihre elf Kinder gekündigt. Dies teilten sie dem Träger, der katholischen Kirchenstiftung St. Nikolaus (Murnau), schriftlich in einem gemeinsamen Brief mit. Der Kindergarten ist derzeit zwar noch geöffnet, nur fehlen die Kinder. Um die kümmern sich die Mütter selbst. Sie haben in einem Privathaus eine Betreuungsgruppe organisiert. Dies sei freilich keine Dauerlösung, räumen die Eltern ein. Ihr Ziel sei es, den Kindergarten zu erhalten, allerdings unter einer neuen Leitung. Die Kirche habe bislang in der Angelegenheit nichts unternommen. Nicht einmal eine schriftliche Stellungnahme habe man erhalten. "Wir haben immer wieder auf das Problem hingewiesen. Wir wollten eine friedliche Lösung", erklärt eine Mutter.

Die Leiterin der Kindertagesstätte wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Der Sprecher des Bistums Augsburg, Christoph Goldt, erklärte gestern auf Anfrage, dass man "möglichst bald zu einer Klärung der Situation" kommen will. Es fänden bereits Gespräche mit der Leiterin statt.

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