Bezahlbarer Wohnraum für Familien

Murnau - Die Pläne für das Wohngebiet im Kemmelpark nehmen konkrete Formen an. Ermöglicht werden soll eine moderne Bebauung, um für junge Familien günstigen Wohnraum zu schaffen.

Das Gelände im Süden des Kemmelparks, auf dem das Wohngebiet entstehen soll, ist etwa eineinhalb Hektar groß. Bis zum Herbst sollen die alten Bundeswehr-Gebäude abgerissen werden, um Platz für die neue Siedlung zu machen. Stephan Jung von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK), die der Marktgemeinde beim Großprojekt Kemmelpark zur Seite steht, geht davon aus, dass Ende des Jahres die ersten baureifen Grundstücke zur Verfügung stehen. 2009 könnten dann die ersten Gebäude entstehen. Derzeit geht man von etwa 80 Wohneinheiten aus. "Wir befinden uns jetzt in der Startphase der Vermarktung", erklärt Jung. Die Nachfrage sei vorhanden, es gebe bereits "erste konkrete Verhandlungen". Der Quadratmeterpreis in dem Wohngebiet beträgt inklusive Erschließung 340 Euro.

"Den Schwerpunkt bildet ein familienfreundliches Wohnen", sagt Hubert Süß, Kämmerer und Geschäftsführer der Murnauer Grundstücks-Verwaltungs GmbH (MGV), einer hundertprozentigen Tochter der Marktgemeinde. Der Gemeinderat müsse jedoch hierfür noch die exakten Rahmenbedingungen und das weitere Vorgehen festlegen. Das Gremium hat sich bereits in verschiedenen Orten Wohnkonzepte angesehen. Bei der Rundfahrt konnten die Kommunalpolitiker einige Anregungen gewinnen und mit nach Hause nehmen. Auch sind bereits Architekten dabei, erste Ideen zu entwickeln. Fest steht: Preise, die sich auch Familien leisten können, lassen sich nur über eine hohe Bebauungsdichte und kreative Wohnkonzepte erreichen. Angeboten werden soll unter anderem das so genannte Baugruppen-Modell. Dabei schließen sich für ein Bauvorhaben in der Regel vier bis sechs private Häuslebauer zusammen. Entstehen kann beispielsweise eine Reihenhauskette oder ein Mehrfamilienhaus mit einem gemeinsamen Innenhof. "Das erfordert Innovationsfreudigkeit. Wir wollen individuelles Planen und flächensparende Lösungen ermöglichen", erklärt hierzu DSK-Experte Jung. Der Vorteil solcher Gemeinschaftsprojekte: Es könne viel Geld gespart werden. Im Rahmen eines ersten Info-Abends, der heuer im Februar oder März stattfinden soll, will die Gemeinde verschiedene Baumodelle vorstellen.

Des Weiteren sollen auch gewerbliche Bauträger gewonnen werden, etwa für einen Geschosswohnungsbau. Laut Jung laufen zudem Verhandlungen mit einem Investor über den Bau eines Alten-und Pflegeheims. Erzielt werden soll eine "große Vielfalt", was Investoren und Baumodelle angeht.

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