Signifikantes Bauwerk: Der Mittenwalder Bahnhof, 1912 verwirklicht, soll in altem Glanz erstrahlen. Foto. kunz

Bürger-Bahnhof Mittenwald: Zukunft beginnt im Frühsommer

Mittenwald - Die kosmetische Operation am Mittenwalder Bahnhof ist nur mehr eine Frage der Zeit: Geht es nach der Eigentümerin, der Münchner „ideal mobil AG“, soll der Umbau in Kürze starten.

Noch in diesem Monat will der Vorstand der „ideal mobil AG“, Thomas Walter, höchstpersönlich dem Mittenwalder Marktgemeinderat die Pläne vorstellen. Ausgearbeitet wurden sie von der Münchner Architekten-Gesellschaft Breitenbücher-Hirschbeck. „Parallel zu Mittenwald laufen die Planungen für Murnau“, bestätigt der Bahnhofs-Manager des Unternehmens, Martin Tänzer. „Wir sind mit voller Energie dabei.“

Den Zeitplan stellen sich die Verantwortlichen von der „ideal mobil AG“ wie folgt vor: ab Ende Januar Planabsprache mit allen beteiligten Stellen (Bahn, Gemeinde, Landratsamt etc.); ab März Bau-Genehmigungsphase; ab Frühsommer (Mai/Juni) Umsetzung. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das aber laut Tänzer durchaus realisierbar ist. Denn man plane und baue keine „radikalen Sachen“.

Die „ideal mobil AG“ erwarb im Januar 2007 das 1912 verwirklichte und 1960 umgestaltete Bahnhofs-Gebäude. Drei Jahre passierte – wie schon damals angekündigt – wenig, jetzt gehen die Münchner in die Vollen. Die Umwandlung der spröden Station in einen modernen Bürger-Bahnhof werde ungefähr eine Millionen Euro kosten, vermutet Tänzer. Hauptantrieb der Sanierung sei, „die Eigenständigkeit des Gebäudes“ hervorzuheben. In naher Zukunft, spätestens aber bis zum Start der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen, soll die alte Fassade aus der Kaiserzeit wieder zum Tragen kommen.

Im Gebäude selbst sind nehmen einem großzügigen, lichtdurchfluteten Eingangsbereich samt Fahrkarten-Terminals, Räume für ein kleines Geschäft (123 Quadratmeter), für eine Post-Agentur plus Reisebüro, eine Lounge mit Bar und Shop (61,4 Quadratmeter) und eine renovierte Gaststätte (85 Quadratmeter) vorgesehen. Dort findet sich – noch – das Restaurant „Station Karwendelblick“. Allerdings nur noch bis Februar. „Die Pacht wurde nicht verlängert“, teilt Tänzer mit. Denn in der heißen Umbau-Phase sei an einen gastronomischen Betrieb im Bahnhof nicht zu denken.

Daneben werden noch die beiden Wohnungen im Süd- beziehungsweise Nordtrakt hergerichtet. Auch ein Raum für die Bahntechnik wird nach modernen Gesichtspunkten realisiert. Der soll dann von der Deutschen Bahn AG angepachtet werden. Überhaupt werde die komplette Investition durch Mieteinnahmen refinanziert.

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