Sammelt Daten für ein Gutachten zum geplanten B2 Ausbau: Peter Pensler von der Firma Schuh&Co. foto: Thomas sehr

Bundesstraße soll vierspurig werden

Eschenlohe/Oberau - Die Pläne für den Ausbau der B2 zwischen der A95 und Oberau nehmen Form an. Ein Experte prüft derzeit mehrere Bauvarianten. Geplant ist eine Erweiterung auf vier Spuren.

Es ist das Nadelöhr im Werdenfelser Land. Wenn bei schönem Ausflugswetter die Touristen von der Autobahn 95 bei Eschenlohe auf die Bundesstraße 2 Richtung Oberau geleitet werden, entstehen auf dem knapp vier Kilometer langen Teilstück regelmäßig lange Staus. Endlose Blechlawinen quälen sich dann im Schritt-Tempo durch die Gemeinde Oberau und dann weiter Richtung Garmisch-Partenkirchen.

Diesem nervenden Prozedere für Autofahrer und Anwohner soll nun Abhilfe geschaffen werden. Die Autobahndirektion Südbayern hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dessen Hilfe verschiedene Varianten eines Ausbaus der Bundesstraße 2 geprüft werden sollen. Ziel ist der Lückenschluss zwischen dem A95-Ende bei Eschenlohe und der geplanten Orts-Umfahrung von Oberau.

„Mit den Daten aus Verkehrszählungen können wir ein Modell erstellen, das uns die Möglichkeit gibt, vorherzusagen, wie der Verkehrsfluss sich bei einem Umbau entwickelt“, erklärt Ingenieur Harald Kurzak, der das Gutachten erstellt. Für den Umbau der Bundesstraße existieren im Planungsbüro der Autobahndirektion derzeit verschiedene Versionen. „Wir prüfen viele Varianten“, sagt Mitarbeiterin Eva Eberherr. Sicher sei, dass die Trasse von derzeit zwei auf vier Fahrspuren ausgebaut wird. Wie die Streckenführung vom Autobahnende bis Oberau dann konkret weiter verlaufen soll, steht allerdings noch nicht fest. „Zum Beispiel könnte eine Hälfte oberirdisch, die andere durch einen Tunnel im Auerberg verlaufen“, erklärt Eberherr. Auch eine komplette Untertunnelung der Trasse sei denkbar. Wann die Bauarbeiten für das Mammutprojekt starten, ist ebenfalls unklar. „Das hängt auch davon ab, ob die Olympiade in den Landkreis kommt.“ Wäre dies der Fall, dann würde man einen Baubeginn im Jahr 2015 und die Fertigstellung in 2018 anstreben. Eine Schätzung der Baukosten gibt es noch nicht. Peter Imminger (CSU), Bürgermeister von Oberau, beurteilt das Projekt positiv, sieht dessen Verwirklichung aber in weiter Ferne. „Da nicht einmal genaue Planungen existieren, kann das noch eine Weile dauern.“ Neben der Untertunnelung bringt Imminger eine weitere Bauvariante ins Spiel. „Ich habe gehört, dass auch ein so genannter Galeriebau entstehen könnte.“ Dabei handelt es sich um einen Tunnelbau, der zu einer Seite hin offen bleibt.

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