+
Auf Hochtouren wird an der Oberauer Umfahrung gearbeitet. Ab 2021 soll der Verkehr durch den Tunnel rollen.

Landkreis im Bundesverkehrswegeplan großzügig bedacht

Gute Nachrichten aus Berlin

  • schließen
  • Andreas Seiler
    Andreas Seiler
    schließen

Landkreis - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat den Landkreis Garmisch-Partenkirchen einmal mehr großzügig bedacht. Ganz besonders gut weg kommen die beiden Marktgemeinden Murnau und Garmisch-Partenkirchen.

Welche Segnungen der Bundesverkehrswegeplan für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen bringt, wusste Harald Kühn bereits in der vergangenen Woche. Bei der Nähe, die der CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Landrat zu Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) pflegt, kein Wunder. „Es wird einige positive Überraschungen geben“, sagte Kühn vor einer Woche. Und die sind eingetreten. Den Kramertunnel und die Ortsumfahrung Murnau haben die Berliner Dobrindt-Beamten in den vordringlichen Bedarf hochgestuft. Nachrichten, die in den Rathäusern von Garmisch-Partenkirchen und Murnau mit großer Freude aufgenommen wurden. „Ich bin völlig überrascht“, sagt Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. „Toll, was da heimlich, still und leise passiert ist.“ Sein Glück noch gar nicht fassen konnte Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum), der nur im Konjunktiv sprach: „Das würde mich unglaublich freuen, weil die Umfahrung für die Ortsentwicklung allerhöchste Priorität hat.“

Welchen Stellenwert beide Projekte haben, machen auch Kühn und sein Parteikollege Martin Bachhuber, zu deren Wahlkreisen Murnau und Garmisch-Partenkirchen gehören, deutlich: „Mit der Neuaufnahme des Wanktunnels ist jetzt ein wichtiger Schritt zur Verkehrsentlastung von Partenkirchen und zur besseren Anbindung des Isartals erreicht. Mit der Aufnahme von Murnau besteht die Möglichkeit, die überörtliche und die örtliche Verkehrssituation im nördlichen Landkreis, vor allem in Murnau und Seehausen, deutlich zu verbessern.“

Großes Lob von Kühn erhält Verkehrsminister Dobrindt, der in Peißenberg zu Hause ist. Er hatte schon dafür gesorgt, dass die Ortsumfahrung Oberau gebaut wird. Wie dankbar ihm die Oberauer Bürger dafür sind, davon zeugt ein großes Banner, das am Nordportal des Tunnels hängt, wo am Jahresbeginn damit begonnen wurde, die beiden Stollen in den Berg zu treiben.

Wieder einen Platz im Bundesverkehrswegeplan hat die Ortsumfahrung Ettal (36,4 Millionen Euro), die dort immer wieder aufgetaucht ist, es aber nie weiter als in den „weiteren Bedarf“ geschafft hat. Dort findet sich auch der Auerbergtunnel (108,2 Millionen Euro) wieder.

Kramertunnel

Wegen zahlreicher Probleme ruht der Baufortschritt im Kramertunnel seit April 2013. Bis zum Baustopp wurde im Süden für den Erkundungsstollen ein Vortrieb von 2763 Metern und im Norden von 576 Metern bewältigt. Zur Fertigstellung des Erkundungsstollens fehlen nur noch 348 Meter, auf denen die Probleme mit Lockergestein vorliegen. Meierhofer hofft auf einen baldigen Planfeststellungsbeschluss. „Wir haben telefoniert und geschrieben“, sagt sie. Es scheint etwas genutzt zu haben. Die Baukosten für den Kramertunnel und die westliche Ortsumfahrung belaufen sich auf 190 Millionen Euro.

Umfahrung Oberau

Seit Januar haben Arbeiter damit begonnen, am Nordportal die Stollen in den Berg zu treiben. Mit einer Fertigstellung des 2971 Meter langen Tunnels wird 2021 gerechnet. Baukosten von 174,5 Millionen Euro werden im Bundesverkehrswegeplan angeführt.

Umfahrung Saulgrub

Die letzten großen Baumaßnahmen für die Umfahrung Saulgrub sind angelaufen. Ende des Jahres soll das Mammutprojekt, für das 31 Millionen Euro veranschlagt sind, fertig sein. Für die abschließenden Erd- und Straßenbaumaßnahmen hat das Verkehrsministerium jetzt 4,8 Millionen Euro freigegeben.

Wanktunnel

Die Hochstufung des Wanktunnels in den vordringlichen Bedarf kommt überraschend. Die 4,9 Kilometer lange Umfahrung von Partenkirchen ist mit 158,9 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem Spatenstich darf erst in den 2020er-Jahren gerechnet werden. Die Bauzeit dürfte mehr als vier Jahre betragen.

Umfahrung Murnau

Bürgermeister Beuting erhofft sich von der 1,7 Kilometer langen Strecke eine „erhebliche Entlastung“ des Murnauer Nordens. Die Baukosten sind mit 29,4 Millionen Euro veranschlagt.

Der Bundesverkehrswegeplan:

Welche Bauprojekte bei großen Straßen, der Schiene und den Wasserstraßen in Deutschland bis 2030 am dringendsten sind, das steht im Bundesverkehrswegeplan, den Verkehrsminister Alexander Dobrindt CSU) gestern in Bonn vorstellte. Der Verkehrswegeplan, der im Anschluss vom Bundeskabinett beschlossen wird, ist ein Rahmenkonzept, das den grundsätzlichen Bedarf von Projekten einordnet. Für den neuen Plan wurden 2000 Projekte angemeldet und nach Kosten, Nutzen und Umweltfolgen bewertet. Der aktuelle Verkehrswegeplan stammt noch von 2003. Im Bundesverkehrswegeplan werden die Projekte nach Dringlichkeit geordnet. Dazu werden sie in zwei Kategorien eingestuft:

-Vordringlicher Bedarf: Mit der Planung kann sofort begonnen werden.

-Weiterer Bedarf: Das Projekt ist nicht vordringlich und mit der Planung kann nicht begonnen werden.

Auch interessant

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Bayerisches Schmankerl-Memo</center>

Bayerisches Schmankerl-Memo

Bayerisches Schmankerl-Memo
<center>HEILAND Doppelbockliqueur</center>

HEILAND Doppelbockliqueur

HEILAND Doppelbockliqueur
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

Rehbockgehörn mit Strass
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Meistgelesene Artikel

Dackel „Lotti“ seit Silvester vermisst
Landkreis/Heiterwang - Es ist zum Verzweifeln: Seit dem 1. Januar 2017 sucht ein Münchner Paar nach seinem Dackel „Lotti“. Der Hund war von einem Feuerwerkskörper …
Dackel „Lotti“ seit Silvester vermisst
Erkältungs-Infekte steigen an
Landkreis - Schnupfen, Husten, Fieber - im Landkreis ist die Erkältungswelle angekommen. Im Gegensatz zu anderen Regionen halten sich dafür die Influenza-Fälle noch in …
Erkältungs-Infekte steigen an

Kommentare