Zwei auf einer Wellenlänge: Ralph Bader (r.) freut sich über die Rückkehr von Trainer Marcus Bleicher. foto: Fellner

Comeback beim SCR: Marcus Bleicher neuer Trainer

Garmisch-Partenkirchen - Der 42-jährige Füssener löst Maurizio Mansi an der Bande des Neu-Oberligisten ab udn will eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen

Die Entscheidung ist gefallen, und es war eine wichtige. Nach den Vertragsverlängerungen von Sepp Lehner und Tim Regan steht nun fest, wer beim SC Riessersee in der kommenden Saison hinter der Bande das Sagen hat: Marcus Bleicher kehrt nach einjähriger Auszeit ins Trainergeschäft zurück und nach zwei Jahren wieder zum SCR. Der Füssener löst den Italo-Kanadier Maurizio Mansi ab, der laut Ralph Bader einen Job bei einem bayerischen DEL-Verein antreten wird. „Für unser Konzept mit jungen Spielern ist Marcus Bleicher genau der richtige Mann“, meint der SCR-Geschäftsführer. „Er kennt das Umfeld und den finanziellen Rahmen bei uns sehr genau, und das ist in unserer Situation sehr wichtig.“

Mit der Lösung der Trainerfrage kann Bader sehr gut leben. Auch Bleicher freut sich auf das Comeback, wenngleich es in der Oberliga stattfinden wird: „Ich hatte in den zwei Jahren beim SCR sehr viel Spaß und Erfolg“, stellt er klar und scherzt: „Ich bin ja fast schon ein Einheimischer.“ Der Weg, den der Verein eingeschlagen hat, ist für den 42-Jährigen der richtige. „Wenn der Bogen überspannt ist, dann muss man vernünftig weitermachen und nicht in einer Liga, in der es finanziell nicht geht“, betont er.

Eine Einstellung, die Bader gefällt. „Er geht unseren Weg mit. Das war für mich das Entscheidende. Ich brauche keinen Trainer, der ständig mit neuen Forderungen kommt.“ In der 2. Bundesliga mit einem enorm abgespeckten Kader an den Start zu gehen, für Bleicher wäre das „russisch Roulette gewesen“.

Nun will er gemeinsam mit dem Manager „eine schlagkräftige Mannschaft“ aufbauen. Unter Zeitdruck stehen die Verantwortlichen noch nicht. „Auf dem Papier steht das Team ja eigentlich schon, aber natürlich müssen wir noch viele Gespräche führen“, erklärt Bader. Klappt es mit einem Spieler nicht - auch kein Problem. „Es sind sehr viele am Markt“, weiß Bleicher, der in der Vorsaison in vielen Stadien unterwegs und stets auf dem Laufenden war. „Gerade Ausländer gibt es wie Sand am Meer. Da werden wir nichts überstürzen.“ Die Besetzung der Kontingentstellen ist bei nur noch zwei Positionen eine heikle Sache. Bader weiß: „Da dürfen wir uns keinen Fehler leisten.“

Dass die heimischen Eishockey-Fans die Oberliga nicht anerkennen könnten, davon geht Bleicher nicht aus. „Als ich hier noch Oberliga gespielt habe, hatten wir am Ende fast 2000 Zuschauer, weil wir vorne dabei waren“, erinnert er sich. Er sieht die Spielklasse als sehr attraktiv für den SCR an. „Da gibt es Vereine wie Tölz, Peiting, Füssen oder Regensburg, das ist doch besser als Bremerhaven, Weißwasser oder Bietigheim. Diese Gegner waren doch in der 2. Liga das Problem.“ Nun bleiben die Bayern vorerst unter sich. Und der SCR hat mit Bleicher auch wieder einen an der Spitze.

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