Crash in der Bayernkurve: Rodler zum Teil schwer verletzt

Mittenwald - Drei Rodelunfälle an der gleichen Stelle zur selben Zeit haben sich auf der Mittenwalder Ederkanzel zugetragen.

Sechs Unfälle in sechs Tagen – so lautet die Wochenbilanz der Mittenwalder Bergwacht nach ihren Einsätzen an der Rodelbahn auf der Ederkanzel. Absoluter Höhepunkt dieser Unglücksserie war am Donnerstagabend. Dabei verletzten sich drei Schlittenfahrer aus dem Landkreis Weilheim-Schongau zum Teil schwer.

„Das war die Krönung“, meint Bereitschaftsleiter Heinz Pfeffer leicht süffisant. Dabei ist ihm bitterernst. Denn das, was gegen 22.45 Uhr auf der beliebten Rodelstrecke vom Berggasthof Ederkanzel (1208 Meter) ins Tal – in der Bayernkurve (über 90 Grad) – passiert ist, kommt wirklich nicht alle Tage vor.

Innerhalb weniger Sekunden trug es dort einen Peißenberger (44) sowie eine Frau (59) und einen Mann (63) aus Weilheim mit ihren Schlitten aus der Kurve. Alle drei prallten mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Peißenberger brach sich dabei vier bis fünf Rippen. Die Weilheimerin zog sich eine Platzwunde und – wie der andere Weilheimer – eine Gehirnerschütterung zu. Der Aufprall des 63-Jährigen war so stark, dass er für längere Zeit bewusstlos blieb.

Die drei gehörten zu einer etwa 15-köpfigen Gruppe, die in der „Ederkanzel“ eine Betriebsfeier hatte. Während die diejenigen unter ihnen, die mit einem sogenannten Zipfelbob unterwegs waren, die Bayernkurve meisterten, landeten die drei Schlittenfahrer im Gehölz. Die Bergwacht mit Einsatzleiter Wolfgang Schmid rückte mit neun Mann aus. Die medizinische Erstversorgung des Unglückstrios übernahm Mittenwalds Bereitschaftsarzt Dr. Jochen Jansen. Da auch in nächster Zeit nicht mit viel Schnee zu rechnen ist, warnt Heinz Pfeffer vor der harten und zerfurchten Rodelstrecke. Da sei allerhöchste Vorsicht geboten. Und im Unglücksfall sollte immer die Rettungs-Leitstelle Weilheim (0 88 1/1 92 22) alarmiert werden.

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