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Fahrradfahrerin (14) bei Zusammenstoß mit Bub (8) schwer verletzt

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Unterschriftsreif: DOSB-Präsident Thomas Bach (v. 2.v. l.) unterzeichnete 2008 mit dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (l), Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (3.v.l.) und dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (v. r.) den Gesellschaftervertrag der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH. Vor Ort war auch Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (h. 2. v. r.). Foto: dpa

Aus Darlehen wird verlorener Zuschuss

Garmisch-Partenkirchen - Olympische Winterspiele 2018: Garmisch-Partenkirchen kann 444 475 Euro Darlehen für die Bewerbungskosten abschreiben und muss vielleicht noch bis zu 653 940 Euro nachzahlen.

Für Elisabeth Koch (CSU) war das Ganze von Anfang an eine „Mogelpackung“. 444 475 Euro musste die Marktgemeinde bereits 2009 für die Olympia-Bewerbung zahlen. Ein Betrag, der damals als Gesellschafterdarlehen deklariert war und der jetzt vom Gemeinderat mit sechs Gegenstimmen in einen verlorenen Zuschuss umgewandelt werden musste. „Uns wurde immer vorgegaukelt, dass dieses Geld zurückgezahlt wird“, erinnerte sich die Fraktionsvorsitzende der Union. „Jetzt ist es genau so gekommen, wie wir befürchtet hatten. Dass wir recht hatten, tut mir wahnsinnig leid.“

Nachdem lediglich 26,3 Millionen Euro Sponsorengelder in das Bewerbungsbudget in Höhe von 33 Millionen Euro geflossen sind, können die Gesellschafter zum einen ihre Darlehen abschreiben. Zum anderen müssen sie, sobald die Endabrechnung für die gescheiterte Olympia-Bewerbung vorliegt, noch einmal in die Tasche greifen. „Im schlimmsten Fall wären das 653 940 Euro“, erklärt Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). Die Gesamtsumme entspricht den 16,33 Prozent, die der Markt anteilig für die Finanzierung der Bewerbungsgesellschaft tragen muss. Während München mit 61,22 Prozent beteiligt ist, entfallen auf den Freistaat 18,37 und auf das Berchtesgadener Land 4,08 Prozent. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), ebenfalls einer der Gesellschafter, wird nicht zur Kasse gebeten.

Die Summe, die der Markt aufbringen muss, gibt Schmid nach eigenen Worten nicht leichten Herzens aus. Ein Blick auf das gewaltige Medienecho versöhnt ihn aber ein wenig: „Dafür eine Million Euro auf vier Jahre verteilt auszugeben, das ist wie eine Erhöhung des Marketingbudgets.“ Weltweit wurde über die Bewerbung berichtet. „Allein von Januar bis Juli 2011 wurden über 300 Interview-Anfragen beantwortet beziehungsweise koordiniert“, betont Jochen Färber, Sprecher von München 2018. „Allein die Dokumentation um den 6. Juli umfasst 300 Seiten.“ Angesichts dessen ist auch er überzeugt, dass „man für dieses Geld nie eine derartige Image- und Werbe-Kampagne bekommen hätte“. (tab)

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