Spricht Klartext in Sachen Hochwasserschutz an der Isar: Wallgaus Bürgermeister Hansjörg Zahler (vorne). Wolfgang Lazik (Umweltministerium), Georg Riesch (Bürgermeister Jachenau) und Forstbetriebsleiter Rudolf Plochmann (v. l.) hören aufmerksam zu. Foto: kunz

Denkanstöße für Umwelt-Bürokraten

Wallgau - Der Streit um den Isar-Hochwasserschutz erhitzt weiterhin in Wallgau die Gemüter.

Aufgrund des Juni-Dauerregens beschleicht so manchen Wallgauer wieder ein mulmiges Gefühl. Tritt die Isar bald wieder über die Ufer, gefährdet sie Hab und Gut und vorallem das Trinkwasser? Solange diese elementaren Fragen nicht geklärt sind, werden heimische Kommunalpolitiker weiter Druck machen. So ging beispielsweise Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) am Wochenende während der Verleihung des Geotop-Gütesiegels in der Jachenau (wir berichteten) auf den Wallgauer Isarkies-Streit ein.

„Ich gönne den Gemeinden Jachenau und Lenggries diese Auszeichnung, aber der Wildfluss Isar hat nicht nur seine schönen Seiten“, meinte der Rathauschef. Wobei er sich speziell an eine Person wandte: Wolfgang Lazik vom bayerischen Umweltministerium. Denn der Ministerialdirektor sollte wissen, dass „in Wallgau schon seit sechs Jahren wegen der auf Gemeindegebiet angeordneten Isarkies-Lagerung die Interessen zwischen Bevölkerung und Behörden kollidieren“.

Zahler beschrieb den Festgästen die angespannte Situation. „Jährlich bringt die Isar rund 60 000 Kubikmeter Geschiebe in unser Gemeindegebiet.“ Davon könne sie nur 50 Prozent weiter transportieren. „Der Rest breitet sich aus und gefährdet bei Hochwasser unsere Trinkwasserwasser-Versorgung.“ Daher appellierte der Bürgermeister an den interessiert zuhörenden Amtschef Lazik: „Wir bitten Sie und ihr Umweltministerium, die Belange der Bevölkerung, des Naturschutzes und des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes Weilheim zu einer zeitnahen Lösung zusammenzuführen.“

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