Im Herzen Wallgaus soll sich was tun: Der Gemeinderat um Bürgermeister Hansjörg Zahler hat die Umgestaltung des Dorfplatz wieder ins Gespräch gebracht. Vieles hängt aber von der Zukunft des „Kirchenböbl“-Haus (Mitte) ab. Foto: Ströter

Dorfplatz-Umgestaltung wird wieder zum Thema

Wallgau - Die Pläne für die Umgestaltung des Wallgauer Dorfplatzes verstauben seit Jahren in der Schublade. Nun hat Bürgermeister Hansjörg Zahler das Thema wieder zur Sprache gebracht.

„Das ist unser Wohnzimmer“, sagt Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) über das Ortszentrum. „Hier verkehren die Menschen. Es gibt keinen prägenderen Ort im Ort.“ Das Areal zwischen „Kirchenböbl“-Haus und Hotel „Post“ habe für Wallgau aber nicht nur aus touristischer Sicht eine große Bedeutung, sagt Zahler, „für uns Einheimische ist es auch wichtig, um ein Ortsgefühl zu entwickeln“.

Deshalb möchte der Rathaus-Chef die Diskussion über die Zukunft des Dorfplatzes unbedingt wieder in Gang bringen. Schon 2003 hatte der damalige Gemeinderat einen Bebauungsplan verabschiedet. 2006, gegen Ende der Legislaturperiode, kam das Thema erneut zur Sprache – einzig passiert ist bislang noch nichts. „Ich möchte das Thema wieder in die Köpfe der Bevölkerung bringen", formuliert Zahler sein Bestreben.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat er sein Anliegen nun erstmals öffentlich zur Sprache gebracht und stieß auf offene Ohren. Die Reaktionen auf seine „selbsterstellten unprofessionellen“ Fotomontagen – Zahler: „Das sind nur Gedankenspiele“ – waren durchwegs positiv. „Wir sollten das auf jeden Fall weiterverfolgen“, brachte CSU-Gemeinderat Sepp Berwein die Meinung seiner Kollegen auf den Punkt.

Einige waren sich die Volksvertreter auch über das Prozedere. „Das Gefährlichste wäre, so etwas im stillen Kämmerlein zu machen und dann er Bevölkerung eine fertige Lösung vorzusetzen“, betonte Zahler. Anders als beim Aufstellen des Bebauungsplanes 2003 sollen sich diesmal die Bürger von Anfang an aktiv beteiligen und ihre Ideen in das Konzept einfließen. „Das ist eine sensible Angelegenheit“, sagt Karlheinz Schwaiger (Wallgauer Wählerverein). „Wichtig ist, dass viele Meinungen zusammengetragen werden. Diese Zeit müssen wir uns unbedingt nehmen.“ Auf der nächsten Bürgerversammlung soll das Projekt im großen Rahmen diskutiert werden und demnächst auch die Anlieger an einen Tisch geholt werden.

Unter Druck stehen die Wallgauer in Sachen Dorfplatz ohnehin nicht. „Denn vor 2011 können wir uns das sowieso nicht erlauben“, sagt Zahler. Die Zahlungen für das „Haus des Gastes“ schränken den finanziellen Spielraum ein. Zudem hängt eine Umgestaltung des Dorfplatzes unausweichlich mit der Zukunft des „Kirchenböbl“-Hauses in dessen Zentrum zusammen.

Die Raiffeisenbank als Besitzer ist seit längerem auf der Suche nach einem Mieter. Eine Sanierung oder sogar ein Neubau sind im Gespräch. „Diese Entwicklung sollten wir schon abwarten“, sagte Schwaiger. Auch Berwein findet, dass Haus- und Platzgestaltung zusammengehören. „Das würde die Planung um einiges einfacher machen, aber wenn sich da nichts tut, dann können wir auch mit kleinen Veränderungen viel bewirken.“

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