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Rundum geschützt sind die Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppe „Gefährliche Stoffe und Güter“ (GSG) durch ihre Spezialanzüge. Gruppenleiter Hans Steinbrecher weist die Mitarbeiter ein.

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Ebola: Landkreis ist gewappnet

Landkreis - Einen Plan zum Umgang mit Infizierten gibt's schon, Übungen haben auch stattgefunden: Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist für Ebola gerüstet. Doch zum Ernstfall soll es gar nicht kommen...

Das Ebola-Konzept ist gerade fertig geworden. Der Plan legt dar, was zu tun ist, falls das Ebolafieber den Landkreis erwischt.

Doch soweit will Dr. Volker Juds, Chef des Gesundheitsamts, es gar nicht kommen lassen. „Ziel ist, dass die Krankheit unsere Bevölkerung als Letzte erwischt“, unterstreicht er.

Sollte es dennoch einen Infizierten im Landkreis geben, weiß Juds ein gutes Mittel: „Wenn jeder zuhause bliebe, wären wir zu 100 Prozent sicher.“ Denn übertragbar ist der Virus nur durch direkten Kontakt mit einem Erkrankten. Dann würde aber auch das öffentliche Leben zusammenbrechen. Gerade Retter wären dann aber gefordert.

Auch die 16 BRK-Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe „Gefährliche Stoffe und Güter“ (GSG) wissen genau, was bei einem Ebola-Ausbruch zu tun wäre. „Wir proben jeden Monat einmal“, erzählt Gruppenleiter Hans Steinbrecher. Die Bekämpfung von Krankheiten wie das lebensgefährliche Virus aus Westafrika gehört zu den Kernaufgaben des GSG-Teams. Die spezielle Schutzkleidung haben die Mitglieder schon häufig angezogen - auch das muss trainiert werden. „Wir sind so geschult, dass wir das Spektrum unserer Aufgaben, die bei einem Ebola-Verdacht zu leisten wären, voll abdecken könnten“, sagt Steinbrecher. Dazu zählt auch die Patienten-Versorgung, der gefährlichste Job.

Die Retter kämen bei der Stufe 2 des Plans zum Einsatz. Denn sollte es keine freien Betten auf den Sonderisolierungs-Stationen, zum Beispiel im Klinikum Schwabing, geben, wohin die Infizierten mit Spezialwagen gebracht werden (Stufe 1), sind die Helfer vor Ort gefragt. Dann müssten sie die Versorgung der Patienten übernehmen und die hieisgen Kliniken isolierte Stationen schaffen. Sollten alle Ressourcen erschöpft sein, würde das BRK in der Stufe 3 provisorische Hospize einrichten, in denen Ebola-Patienten nur noch mit Essen und Trinken versorgt werden.

Doch soweit wird es nicht kommen. „Eine Ausbreitung des Virus’ in Deutschland ist aufgrund der guten medizinischen Versorgung und Vorbereitung auf solche Ereignisse praktisch ausgeschlossen“, schreibt das Robert-Koch-Institut auf seiner Internsetseite. Die Retter im Landkreis leisten ihren Beitrag dazu.

(nine)

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