Das rät der Arzt

Erkältungs-Infekte steigen an

Landkreis - Schnupfen, Husten, Fieber - im Landkreis ist die Erkältungswelle angekommen. Im Gegensatz zu anderen Regionen halten sich dafür die Influenza-Fälle noch in Grenzen. Das muss aber nichts heißen.

Die Erkältungs- und Grippesaison ist längst eingeläutet. Kollegen schleppen sich mit Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen in die Arbeit oder liegen krankgeschrieben daheim im Bett. Mikroskopisch kleine Erreger sind für diese Symptome verantwortlich. Von einer richtigen Grippewelle kann jedoch noch keine Rede sein. Beim Gesundheitsamt in Garmisch-Partenkirchen wurden bislang 17 Fälle von Influenza – der „echten“ Virusgruppe – gemeldet. „Das ist noch keine besorgniserregend hohe Zahl“, sagt Landratsamt-Sprecher Stephan Scharf. Auch in der Praxis von Dr. Günter Steinebach in Garmisch-Partenkirchen sind bislang keine Influenza-Fälle aufgetreten. Die meisten Patienten leiden unter einem „Erkältungs-Infekt“. Einem, der es aber in sich hat.

Steinebach, sein Kollege Dr. Bernhard Popp und die Mitarbeiter haben momentan einiges zu tun. Zahlreiche Patienten kommen zur Untersuchung oder müssen sich krankschreiben lassen. Zahlen gibt es hierzu keine. Erkältungen und grippale Infekte müssen Scharf zufolge nicht gemeldet werden. Was sich zunächst nach einer harmlosen Erkältung anhört, macht sich bei den Betroffenen mit massiven Beschwerden bemerkbar. „Vielen geht es richtig schlecht“, betont Sprechstundenhilfe Petra Lindau-Schubert. Kopfschmerzen, Fieber und Husten zählen zu den Symptomen. Die Kranken müssen mitunter bis zu zwei Wochen im Bett bleiben.

„Es ist wichtig, sich gut auszukurieren“, sagt Steinebach. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, haben Bakterien leichtes Spiel, im Körper ihr Unwesen zu treiben. Viel trinken, schlafen und frische Luft empfiehlt der Arzt. Außerdem sollte man sich oft die Hände waschen. „Wir geben in der Praxis gar nicht mehr die Hand“, sagt Steinebach.

Diese Taktik heißt es beizubehalten, denn die Influenza ist auf dem Vormarsch. In den Landkreisen Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen sind die Infektionsraten angestiegen. In Bad Tölz gibt es offiziell um die 41 Fälle. Auch in Garmisch-Partenkirchen können die Zahlen steigen. Steinebach betont: „Die Grippewelle kann noch kommen.“ 

Magdalena Kratzer

Rubriklistenbild: © dpa

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