„Skistadion ist ein Hot Spot“: Museums-Planer Thomas Adamer. Foto: lxs

Erster Schritt in Richtung Museum

Garmisch-Partenkirchen - Das geplante Museum im Olympia-Skistadion nimmt Formen an. Nun hat Planer Thomas Adamer im Tourismusausschuss sein Konzept präsentiert und ist auf viel Zustimmung gestoßen.

Eine Entscheidung ist noch lange nicht gefallen, doch der erste Eindruck ist ja meist der wichtigste. Und der war positiv bei den Mitgliedern des Tourismusausschusses von Garmisch-Partenkirchen. Thomas Adamer, Museumsexperte aus Kufstein, der im Frühjahr von der Marktgemeinde mit der Planung eines Museums im Olympia-Skistadion beauftragt worden war, hatte ihnen sein rund 780 00 Euro teures Konzept präsentiert. Die Volksvertreter sprachen daraufhin einstimmig eine Empfehlung an den Gemeinderat aus, dieses weiter zu verfolgen. Am 10. Februar wird darüber entschieden.

Sollte der Entwurf auch in großer Runde Anklang finden, könnten Zuschüsse beantragt werden. Die Kommune erhofft sich Gelder aus dem Intereg-Programm der Europäischen Union, das grenzüberschreitende Tourismusprojekte fördert. Dafür wird eine Kooperation mit der Tiroler Gemeinde Seefeld angestrebt, für die Adamer parallel ein Tourismus- und Wintersport-Museum plant.

Fest steht schon jetzt: Bis zur alpinen Ski-WM 2011, wie ursprünglich geplant, kann das Museum nicht realisiert werden. „Das ist zeitlich nicht machbar", sagt Krätz. Derzeit scheint eine Umsetzung im Jahr 2011 möglich, vorausgesetzt die Gemeindefinanzen lassen dies zu. „Dafür müssen wir aber wissen, was wir an Zuschüssen bekommen", sagt der zuständige Dritte Bürgermeister hannes Krätz. „Dann können wir entscheiden, ob es machbar ist."

Nach Adamers Plänen soll im Olympia-Skistadion eine touristische Attraktion des 21. Jahrhunderts entstehen. „Es gehört schon jetzt zu einer unsichtbaren Landkarte der Hot Spots für Bus-Reisende“, sagt Adamer. Will heißen ein einzigartiger Anziehungspunkt für den Durchgangsverkehr. „Die Leute kommen nur wegen der Schanze und dem Skispringen.“ Dieses Potenzial müsse genutzt werden – neben dem Museum zum Beispiel mit einer Info-Stelle, um die Besucher in den Ort zu führen „und dadurch Wertschöpfung zu generieren“.

Die Ausstellungsräume sind im östlichen Abschnitt geplant im Westflügel bleibt der Olympiastützpunkt. „Die Flächen sind dafür ideal", sagt Adamer. Sie müssten nicht verändert werden. Die Gesamtkosten für das Museumskonzept schätzt Adamer auf 780 000 Euro. Darin nicht enthalten sind die Ausgaben für die Sanierung des Skistadions. Diese Investition müsse die Kommune stemmen, betont Adamer. Später sei aber ein mindestens kostendeckender Betrieb möglich. Voraussetzung sei jedoch der kostenpflichtige Zugang zum Stadion - realistisch sind etwa zwei Euro - und eine gewinnorientiert arbeitende Betreibergesellschaft. (lxs)

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