Eschenlohe vor Hochwasser geschützt

Eschenlohe - Der Bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf (CSU) hat im Rahmen eines Dorffestes die Hochwasserschutz-Anlage in Eschenlohe offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

­Zusammen mit Landtagsabgeordneter Renate Dodell (CSU), Landrat Harald Kühn (CSU) und Bürgermeister Peter Stahr (SPD) durchschnitt Schnappauf symbolisch ein weiß-blaues Band auf der neuen Loisach-Brücke. Murnaus Pfarrer Helmut Enemoser weihte die Bauwerke. Mehrere hundert Besucher, darunter zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, verfolgten bei Königswetter den Festakt. In nur 16 Monaten Bauzeit wurde die rund sechs Millionen Euro teure Hochwasserverbauung mit der Brücke, den Dämmen und Mauern errichtet. Damit ist der Ort, der zuletzt 1999 und 2005 unter Wasser stand, unter vorhersehbaren Umständen vor einer weiteren Überschwemmung geschützt.

Es war kurz vor Mittag, als Schnappauf, der mit seiner Frau Claudia ins Werdenfelser Land angereist war, die erlösenden Worte sprach: "Eschenlohe kann dem Hochwasser ab sofort Paroli bieten." In einer rekordverdächtigen Bauzeit habe man einen "maßgeschneiderten Hochwasserschutz" realisiert. Der Minister betonte aber ebenso in seiner Festrede mit Blick auf den Klimawandel und die zunehmenden Naturkatastrophen, dass es ein "rundum Sorglospaket" nicht geben könne. Der Freistaat Bayern investiere viel Geld in den Hochwasserschutz: insgesamt 2,3 Milliarden Euro im Zeitraum von 2001 bis 2020.

Eschenlohe ist in einem außergewöhnlich hohen Maße in den Genuss dieses "Aktionsprogrammes" gekommen. Die Kommune muss dank ordentlicher Zuschüsse nur einen Bruchteil der Gesamtkosten tragen, nämlich gerade mal rund 1,5 Millionen der insgesamt sechs Millionen Euro (mit Brücke).

Die Schutzbauten in Eschenlohe wurden auf zwei Kilometern Länge auf beiden Seiten der Loisach, die mitten durch das Dorf fließt, errichtet: Eine 1000 Meter lange Ufermauer, eine Ufersicherung aus 40 000 Tonnen Wasserbausteinen und Deiche, die mit 40 000 Kubikmetern Erd- und Kiesmaterial erhöht wurden, sichern den Ort vor Überschwemmungen. Das bisher größte Abfluss-Hindernis, die Loisach-Brücke, wurde neu gebaut und steht den Wassermassen nun nicht mehr im Weg. Die Hochwasser von 1999 und 2005 könnten laut WWA mit den neuen Schutzbauten problemlos durch den Ort geschleust werden, ohne dass Hab und Gut der Bürger gefährdet werden.

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