Familienministerin von der Leyen lobt Klinik-Kita

Murnau - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wird die Kindertagesstätte der Unfallklinik Murnau besuchen. Die Einrichtung ermöglicht Mitarbeitern, Familie und Beruf zu vereinbaren.

"Wir empfinden den Besuch als Auszeichnung", sagt Erwin Kinateder von der Unfallklinik Murnau (UKM). die Ministerin erwähne die Kita häufig öffentlich als "vorbildliche soziale Einrichtung eines Unternehmens".

Durch ihre betriebseigene Kita glänzt die UKM mit außergewöhnlicher Familienfreundlichkeit: Mitarbeiter können ihre Sprösslinge im Alter von acht Wochen bis zum zehnten Lebensjahr täglich zwischen 5.30 und 21.30 Uhr betreuen lassen ­ Zeiten, die auch bei Schichtdienst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Dieses Engagement ­ der Träger der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik finanziert die Kita ohne öffentliche Gelder ­ zahlt sich aus. Das zeigt nach Angaben von Verwaltungsdirektor Kinateder eine Studie des jungen Diplom-Kaufmanns Philipp Dobner, die auf einer Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums basiert. "Sie belegt, dass sich die Tagesstätte für die Unfallklinik rechnet", sagt Kinateder. Sie beuge Wechseln beim Personal vor, sorge dafür, dass Mütter schneller in den Beruf zurückkehren und diesen überhaupt weiter ausüben können.

Das Ergebnis der Studie publizierte Kinateder und thematisierte es in Vorträgen. Ministerin von der Leyen, meint der Verwaltungs-Chef, sei wohl "durch die Publikationen auf uns aufmerksam geworden". Seitdem führe die Ministerin die UKM-Kindertagesstätte als "herausragendes Beispiel, wie man das macht" an und als Beleg dafür, dass sich diese Investition für ein Unternehmen rechne.

Die Bundesfamilienministerin, selbst siebenfache Mutter und leidenschaftliche Verfechterin eines massiven Ausbaus von Krippenplätzen, wird die Kita mit ihrem Angebot (Krippe, Kindergarten, Hort) am 8. Februar besichtigen. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen. "Wir sind richtig stolz", sagt Kinateder.

Aktuell verfügt die Tagesstätte über 100 genehmigte Plätze und vier Gruppen für die Kleinen verschiedenen Alters, um die sich acht Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnnen und eine Kinderkrankenschwester kümmern. 80 Plätze seien belegt. Ärztinnen bringen ihren Nachwuchs ebenso unter wie Krankenpfleger, sagt Kinateder. "Die Nachfrage ist groß, die Resonanz positiv."

Ensprechend entwickelte sich die Einrichtung seit der Geburtsstunde 1977. In den 1970ern habe großer Notstand bei Pflegekräften geherrscht, sagt Kinateder, die Unfallklinik schuf mit ihrer Kita einen familienfreundlichen Anreiz. Die Zahl der Betreuungsplätze wuchs von 40 in den Anfängen und zwischenzeitliche 65 (1996) auf 100 (seit 2006).

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