Rund 100 Gäste sind bei der ersten Amtshandlung von Diakon Rolf Adler (Bild links) dabei. Er weihte das neue Dienstfahrzeug des Ordens. Anschließend ließ der scheidende Kreisbeauftragte Berthold Freiherr von Pfetten-Arnbach (Bild rechts, 2. v. r.) seine Zeit bei der Organisation Revue passieren. Das beeindruckte auch die Ehrengäste Landrat Harald Kühn (r.) und Garmisch-Partenkirchens Ersten Bürgermeister Thomas Schmid (3. v. r.). Text/fotos: Luttkus

Fest für neuen Kreisbeauftragten des Malteser Hilfsdienstes Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen - Rolf Adler ist neuer Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes in Garmisch-Partenkirchen. Die Fußstapfen seines Vorgängers Berthold Freiherr von Pfetten-Arnbach sind groß

Andächtig haben die Gäste den Worten des neuen Kreisbeauftragten des Malteser Hilfsdienstes in Garmisch-Partenkirchen gelauscht. Andächtig deshalb, weil er nicht irgendeine Rede gehalten hat. Denn Rolf Adler ist Diakon und trat bei seinem Einstand gleich in Aktion: Für „stets sichere Fahrt“ segnete er nach einem Gottesdienst in der Alten Kirche Garmisch den neuen Pkw der Dienststelle, der im Landkreis zum Einsatz kommen soll.

Als Diakon aber hat der 65-Jährige nicht in erster Linie gearbeitet: Er hatte einen Handwerkerbetrieb. Neben seiner Selbstständigkeit war er viele Jahre lang Seelsorger bei den Maltesern war. Auf seine neue Tätigkeit freut er sich darum besonders. „Hier habe ich die beste Möglichkeit, anderen zu helfen.“ Die Frage, wie es den gebürtigen Ulmer ins Werdenfelser Land verschlagen habe, ruft in Adler schöne Erinnerungen wach. Über seine Frau, die als Mädchen mit ihren Eltern im Kreisort Urlaub machte, sei er zum ersten Mal hergekommen und immer wieder zurückgekehrt. „Wir haben uns sogar auf der Zugspitze verlobt.“ Anfang der 90er-Jahre hat das Ehepaar Adler gemeinsam Theologie studiert, und er wurde Diakon. „Ich wollte mit meinem Glauben mehr bewegen können.“ Die Möglichkeit dazu hat der Mann jetzt. „Ich habe mir einen Traum erfüllt.“

Er tritt in große Fußstapfen, die sein Vorgänger Berthold Freiherr von Pfetten-Arnbach hinterlässt. Zehn Jahre lang war dieser der Beauftragte für den Landkreis. Sein Ausstieg machte viele traurig. „Es ist keine Freude, Sie heute zu verabschieden“, sagte Diözesanleiter Carl Joseph Graf Wolff Metternich. In seiner Ansprache erinnerte er an die Leistungen des ehemaligen Amtsinhabers. Mit der Einführung des Senioren-Frühstücks und dem Gewinn von rund 70 ehrenamtlichen Mitarbeitern habe er einen wichtigen Beitrag für die Organisation geleistet. Er habe „das Ehrenamt aufgebaut und die Malteser im Landkreis bekannt gemacht“.

Adler versicherte, er werde den Kurs halten, den sein Vorgänger eingeschlagen hat. „Ich bin kein Mensch, der Dinge schnell umwirft, erst recht nicht, wenn sie gut laufen.“

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