Feuerwehr holt Schlange aus Schwesternwohnheim

Murnau - Schock im Schwesternwohnheim der Unfallklinik Murnau: Eine Frau entdeckte eine Schlange im Keller. Die Feuerwehr gab Entwarnung: Es handelte sich um eine harmlose Ringelnatter.

Ein tierischer Einsatz dieser Art kommt bei den Rettern der Freiwilligen Feuerwehr Murnau eher selten vor: Die Brandschützer rückten am Samstag gegen 18.30 Uhr aus, um eine zunächst nicht näher definierte Schlange aus einem Kellerraum im Schwesternwohnheim zu entfernen. Das Tier entpuppte sich schließlich als etwa 80 Zentimeter lange Ringelnatter. Diese geschützten Schlangen gelten als harmlos und können lediglich schwaches sowie für Menschen problemloses Gift absondern.

Doch zunächst sei völlig unklar gewesen, ob es sich nicht vielleicht doch um eine gefährliche Art handle, die zuvor etwa aus einem privaten Terrarium geflüchtet sei, erklärt Feuerwehr-Vorsitzender Michael Montag. Eine Bewohnerin hatte die Schlange im Keller entdeckt, die Tür geschlossen und die Polizei informiert, die wiederum die Feuerwehr auf den Plan rief. Die drei Retter stießen im Keller sofort auf eine Schlangenhaut und begannen nach Angaben von Montag - in Schutzanzügen, mit Handschuhen und einer Art Müllzange - den betreffenden Bereich "Stück für Stück" auszuräumen. Nach rund einer Dreiviertelstunde wurden die Wehrleute fündig. Die Schlange hatte sich in einer Plastiktüte verkrochen. "Wir haben sie umgeleert in einen Transportbehälter", sagt Montag. Das Tier soll recht aggressiv gewesen sein. Als klar war, dass es sich um eine Ringelnatter handelt, ließen die Retter sie im Moos frei. Montag vermutet, dass die Schlange durch ein Fenster in den Keller gefallen war.

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