Finanzlage hat sich gebessert

Murnau - Die wirtschaftliche Situation Murnaus hat sich "enorm stabilisiert". Diese positive Bilanz zog jetzt Bürgermeister Dr. Michael Rapp im Zuge der Vorstellung des CSU-Wahlprogramms.

In mehreren Sitzungen hatte Dr. Michael Rapp (53), der sich wieder um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewirbt, zusammen mit den Gemeinderatskandidaten das CSU-Programm erarbeitet. Herausgekommen ist ein Papier mit elf Schwerpunktthemen wie etwa Soziales, Wirtschaft, Umwelt, Ortsentwicklung oder Haushaltspolitik. Zu diesen Bereichen formulierten die Christsozialen rund 40 Ziele und Vorstellungen, wie sie die Zukunft der Marktgemeinde gestalten wollen.

"Wir haben den Wählerinnen und Wählern im Jahr 2002 ein Programm vorgelegt, in dem wir nichts versprachen, was utopisch gewesen wäre. Dieses klare und solide Programm wurde nahezu komplett abgearbeitet. So wird es auch bei diesen Wahlen sein", erklärt Rapp. Er trete dafür ein, "nach den Gesetzen des Machbaren und Finanzierbaren die Lebensqualität in unserer Marktgemeinde" zu stärken. Aufgrund eines strikten Sparkurses, einer angezogenen Konjunktur und der gestiegenen Einnahmen habe sich die finanzielle Situation der Gemeinde spürbar gebessert. Dies zeige sich beispielsweise daran, dass eine Mammutanschaffung wie die neue Feuerwehr-Drehleiter mit eigenen Mitteln finanziert werden könne. Rapp ist optimistisch und geht davon aus, dass vorerst keine Grundstücksverkäufe zum Stopfen von Haushaltslöchern nötig sein werden. Allerdings müsse man Flächen wie den Molopark weiterhin als "Notgroschen" betrachten. Es sei nicht auszuschließen, dass irgendwann im Zuge eines teuren Großprojekts Geld erwirtschaftet werden müsse. In den vergangenen Jahren habe man mehrere Millionen an Schulden getilgt. Nichtsdestrotrotz müsse die Konsolidierung des Haushalts weitergehen.

Eine der wichtigsten städtebaulichen Herausforderungen sei die Entwicklung des Kemmelparks, betont Rapp. Im Süden soll laut dem Bürgermeister ein "familiengerechtes und generationenübergreifendes" Wohnkonzept umgesetzt werden. Eine "einmalige Chance" sei der Gewerbehof, der derzeit entsteht. Damit könne man Arbeitsplätze schaffen und Wirtschaftsförderung betreiben. Und schließlich entstehe im Eingangsbereich eine Anlage für Supermärkte. Weitere wichtige Projekte seien die Beseitigung des Bahnübergangs an der Kohlgruber Straße, die Neugestaltung des Bahnhofumfeldes und die Kooperation mit der Gemeinde Seehausen bezüglich der geplanten Westtrasse. Hierzu soll Mitte Januar eine gemeinsame Gemeinderatssitzung stattfinden.

Beim Thema Tourismus plädiert Rapp für eine Neuregelung der Dachorganisation "Zugspitzregion". Parallel dazu müsse das "Blaue Land" Möglichkeiten der Erweiterung prüfen. Beispielsweise sei es denkbar, mit Kochel enger zusammenzuarbeiten.

Das CSU-Programm ist im Internet unter www.csu-murnau.de nachzulesen.

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