Fluggelände in Pömetsried: Ohlstadt gibt Widerstand nicht auf

Ohlstadt - Die Gemeinde Ohlstadt hat beim Grundbuchamt ein Vorkaufsrecht für das Gelände in Pömetsried angemeldet, auf dem die Sportfliegergruppe Werdenfels ihr Fluggelände errichten möchte.

Die Gemeinde Ohlstadt möchte den Flugplatz verhindern, kämpft seit langem dagegen.

Die Flieger haben das Pömetsrieder Gelände Anfang Juli vom Freistaat Bayern gekauft. Die Gemeinde erhielt eine entsprechende Mitteilung zwei Wochen später. Nach Angaben von Bürgermeister Anton Fischer (NLO) hat die Kommune dann zwei Monate Zeit, um ein Vorkaufsrecht anzumelden. Dies habe man beim Grundbuchamt getan.

Nach Ansicht von Herbert Stoess, Vorsitzender der Segelflieger, ist das Vorkaufsrecht in diesem Fall jedoch "ausgeschlossen, da es sich um eine bauliche Maßnahme von überörtlicher Bedeutung handelt". Dies habe das Verwaltungsgericht München unmissverständlich festgestellt, erklärt Stoess in einem Schreiben an Fischer und die Gemeinderäte.

Die Gemeinde erließ zudem vor ein paar Wochen eine Veränderungssperre für Pömetsried. Dies habe allerdings keinen Einfluss auf das geplante Bauvorhaben, erklärt Stoess. Denn die Anlage sei vor der Veränderungssperre baurechtlich genehmigt worden.

Die Gemeinde Ohlstadt will nach Angaben von Fischer die Grundstücke erwerben und als Tauschflächen für ein Wasserschutzgebiet sowie als Ausgleichsflächen fürs Ökokonto verwenden. Bereits 2003 hatte die Kommune für das Gebiet einen Bebauungs- und Grünordnungsplan aufgestellt.

Stoess signalisiert am Ende seines Schreibens Gesprächsbereitschaft, macht aber schon mal "vorsorglich darauf aufmerksam, dass wir Schadensersatz von der Gemeinde fordern werden, wenn uns durch die anstehenden Planungsversuche finanzielle Schäden entstehen". Fischer und Stoess wollen sich am Montag, 18. August, an einen Tisch setzen.

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