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Tagungsort der Staats-und Regierungschefs: das Schloss Elmau. 

Großteil des Geldes für Einsatzfahrzeuge und -technik ausgegeben

G7-Zwischenbilanz: So teuer war der Gipfel

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Garmisch-Partenkirchen/München - Der G7-Gipfel hat viel Geld gekostet. Gleichzeitig wurde aber auch viel in den Landkreis investiert. Landtagsabgeordneter Florian Streibl forderte jetzt genaue Zahlen. 

Ein konstruktiv-kritischer Begleiter des G7-Gipfels, der am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau stattfand, war Florian Streibl. Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler aus Oberammergau hat dabei ganz besonders die Auswirkungen des Treffens der sieben Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Industrienationen dieser Welt intensiv beobachtet. Von der bayerischen Staatsregierung wollte Streibl jetzt wissen, wie teuer der Gipfel letztlich gekommen ist – und er erhielt jetzt aus dem Innenministerium eine Zwischenbilanz. 

Das Ergebnis: Die Investitionen summieren sich, soweit bislang bilanziert, auf über 36 Millionen Euro, wobei ein Großteil davon, nämlich rund 18,5 Millionen Euro, auf neue Einsatzfahrzeuge und -Technik für die Polizei entfielen. Hinzu kommen Personalkosten von mehr als 760 000 Euro, die durch Mehrarbeits- und Überstundenvergütung aufgelaufen sind. „Der Löwenanteil der Belastung lag hier erstaunlicherweise beim Staatlichen Bauamt Weilheim, dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim, dem Personal des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen sowie dem Personal der Regierung von Oberbayern“, sagt Streibl.

Profitiert hat von dem Weltereignis G7 aber in ganz besonders hohen Maß der Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Das sieht auch Streibl so: „Der G7-Gipfel war teuer, er hat aber auch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur vor Ort, ob nun in Schiene, Kanalisation oder Straße, möglich gemacht. Das muss neben dem Imagegewinn, den der Gipfel dank der sympathischen Gastgeber aus dem Werdenfelser Land brachte, festgehalten werden.“ 

Ganz gehörig ins (Steuer-)Geld gingen die Investitionen für die Kranzbach-Brücke (350 000 Euro), die Mautstraße Klais-Elmau (1,5 Millionen Euro), die Verbindungsstraße Mittenwald-Ferchenseehöhe (1,65 Millionen Euro), der Hubschrauberlandeplatz (400 000 Euro), die Ertüchtigung des Flughafens Pömetsried (300 000 Euro), die Neugestaltung des Elmauer Wanderparkplatzes (1,04 Millionen Euro) sowie die Instandsetzung des Straßennetzes (1,13 Millionen Euro). Der Wiederaufbau der Grenzkontrollstellen schlug mit 220 000 Euro zu Buche.

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