Vor dem Gang zum Metzger: Ochse auf der Flucht

Ettal - Es war für ihn quasi die letzte Chance, vor dem bereits beschlossenen Gang ins Schlachthaus. Und die ergriff er beim Schopf . . .

Weil die Ladeklappe eines Viehanhängers, in dem sich ein Ochse mit einem weiteren Artgenossen befand, nur unzureichend gesichert war, gelang ihm tatsächlich die Flucht, und erst nach über einer Stunde, in der er noch einmal die Freiheit in vollen Zügen genoss, konnte der Ausreißer wieder eingefangen werden.

Passiert ist das Ganze gestern vormittag in Ettal an der Abzweigung nach Linderhof. Ein Uffinger Metzger hatte die beiden Ochsen bei einem Bauern in Graswang abgeholt und in den Anhänger verfrachtet. Als er einige Minuten mit seinem Gespann unterwegs war, bemerkte er, dass die Tiere im Hänger etwas unruhig wurden. An der Kreuzung B 23/Staatsstraße beim Ettaler Sportplatz hielt der Metzger an, um nachzuschauen.

Beim Versuch, die Verriegelung fachgerecht zu verschließen, drückte ein Ochse derart massiv gegen die Ladeklappe, dass es dem Tier tatsächlich gelang, zu entkommen. Metzger, Bauern und Polizisten vom Einsatzzug Murnau nahmen nach der Alarmierung gemeinsam die Verfolgung auf, und es dauerte über eine Stunde, ehe der Ochse in einem Waldstück nahe der Bundesstraße 23 soweit beruhigt werden konnte, dass er sich einfangen und wieder in den Anhänger verfrachten ließ. Seinem Schicksal ist unser Freund durch seine spektakuläre Aktion gestern noch einmal entkommen, ein letztes Stündlein wird nun jedoch heute schlagen . . . Das eigene Leben verlängern, wer würde sich dies nicht wünschen? Der Brandner Kaspar lässt grüßen.

(hut)

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