Ein ganzes Dorf betet für erkrankten Pfarrer Auer

Oberau - Ganz Oberau ist in Gedanken bei seinem Pfarrer Othmar Auer. Der Geistliche ist schwer erkrankt und wird erst in einigen Wochen in seiner Gemeinde zurück erwartet.

Erst 2007 konnte Othmar Auer noch seine 30-jährige Seelsorger-Tätigkeit feiern: 1977 ist der gebürtige Südtiroler nach Oberau gekommen. Nun muss seine Pfarrei bereits seit einigen Wochen auf den 73-Jährigen verzichten. Wie Dekan Thomas Gröner bestätigte, sei sein Glaubensbruder schwer erkrankt und habe operiert werden müssen. "Das hat er aber gut überstanden", so der Dekan aus Mittenwald. Er habe den Oberauer erst kürzlich am Krankenbett besucht und ihm den Segen gegeben.

"Wir alle sind in Gedanken bei ihm und wünschen ihm alles Gute", sagt Gröner. Zurückkehren in seine Gemeinde werde Pfarrer Auer erst, wenn die derzeit stattfindende Kur beendet ist. "Diese dauert aber mindestens noch vier Wochen an." Das genaue Datum sei noch unklar: "Das lässt sich nicht genau sagen", erklärt Gröner. Fest stehe nur, dass der Pfarrer nach seiner Genesung auf jeden Fall weiterarbeiten möchte.

Die Zeit bis dahin muss die Gemeinde nun ohne ihren beliebten Geistlichen auskommen. "Es ist am Dekan, diese Zeit zu organisieren", sagt Gröner. "Aber das war ganz unproblematisch." Zwar haben einige Messen, wie berichtet, ausfallen müssen. Für andere Gottesdienste seien Geistliche aus dem gesamten Dekanat eingesprungen.

"Zum Beispiel haben sich einige Pater aus dem Kloster Ettal bereit erklärt, einige Messen zu übernehmen." Aber auch Pater Ferdinand Thome aus Grainau, der Geistliche im Ruhestand der Garmischer Pfarrei, Franz Sand, und auch der Mittenwalder Kaplan Andreas Vogelmeier haben Gottesdienste in Oberau zelebriert. "Ich selbst habe die Maiandacht gefeiert", so Gröner. Es sei schön zu sehen, wie in diesem besonderen Fall, die Priester im Dekanat Werdenfels zusammenarbeiten. "Die Hilfe ist sehr unproblematisch." Nicht nur die Pfarrer der Region würden für die Genesung ihres Mitbruders aus Oberau beten. Auch das ganze Dorf sei in Gedanken bei Othmar Auer.

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