Wolfgang Speck hat das Know-how in Murnau gebündelt. Foto: fkn

Geiger Automotive: Neustart geglückt

Murnau - Seit dem Einstieg der Investmentgesellschaft HTP beim Automobil-Zulieferer Geiger läuft alles wieder in geregelten Bahnen. Geschäftsführer Wolfgang Speck erwägt gar einen Neubau am bayerischen Standort.

Der Neustart beim Automobil-Zulieferer Geiger, der seinen Hauptsitz mittlerweile von Garmisch-Partenkirchen nach Murnau verlegt hat, scheint geglückt: „Wir sind alle frohen Mutes“, bekräftigt Wolfgang Speck. Seit sechs Monaten fungiert er für den neuen Eigentümer, die Investmentgesellschaft HTP, als Geschäftsführer. Die Kunden hielten dem Unternehmen, das seit dem Einstieg der Niederländer den Zusatz Automotive führt, die Treue, und auch der erhoffte Umsatz von 80 Millionen Euro sei 2009 erreicht worden. Für dieses Jahr streben Speck und sein Team ähnliche Zahlen an.

Ohne Einschnitte ist dieser Neustart, dem ein Jahr unter Insolvenzverwaltung vorausging, freilich nicht abgelaufen: Rund ein Viertel der Belegschaft verlor seinen Job und wechselte - mit der Option auf Wiedereinstellung - in eine Transfergesellschaft, die allerdings am heutigen Freitag ausläuft. Die Übergangslösung, durch die Entlassene bei der Suche nach einer neuen Stelle unterstützt wurden, habe hervorragend funktioniert, meint Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Nebl. „Das war eine gute Sache.“ Von 81 Betroffenen in Bayern wurden inzwischen 11 wieder bei Geiger eingestellt, in Thüringen sind es 25 von 66. Derzeit beschäftigt das Unternehmen am Murnauer Standort 201 Mitarbeiter plus 20 Auszubildende, in Tambach-Dietharz sind es rund 240 und im polnischen Werk, das nicht von der Insolvenz betroffen war, 115.

Um die Fixkosten zu senken, wurde zudem der Hauptsitz der Firma, die 1960 von der Familie Geiger gegründet worden war, von Garmisch-Partenkirchen nach Murnau verlegt. „Damit sparen wir Miete“, betont Speck. Die Situation in Neu-Egling sei allerdings nicht 100-prozentig optimal: „Die Hallen sind ebenfalls gemietet, daher schließe ich nicht aus, dass wir Ende 2010/Anfang 2011 - eventuell auf der grünen Wiese - bauen. Dabei kommt es auch darauf an, welche Perspektiven uns die Gemeinde bietet.“ (tab)

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