Finanziell noch nicht abgewickelt ist der Neubau des Bahnübergangs bei Rieden. Foto: Lory

Geldpolster schrumpft

Seehausen - Viele kleine Projekte machen den Schritt unausweichlich: Die Gemeinde Seehausen muss eine Million Euro aus ihren Rücklagen entnehmen.

Die Erneuerung der Bahnübergänge geht ins Geld: Nachdem bereits 2009 die Querung bei Rieden realisiert wurde, sollen heuer die anderen drei auf Seehauser Flur liegenden Übergänge um- beziehungsweise rückgebaut werden. Im Haushalt sind hierfür 570 000 Euro eingeplant. Die Kommune muss davon heuer 120 000 Euro schultern, 450 000 bekommt sie als Zuschuss.

Darüber hinaus schlagen diverse Straßensanierungs-Projekte mit höheren Beträgen zu Buche. Hier sind der Rübenackerweg sowie die Hintere Dorfstraße zu nennen. Zudem sind im Etat, der alles in allem 6,41 Millionen Euro umfasst, bezüglich der ehemaligen Sozialwohnungen Planungskosten von 100 000 Euro enthalten. Hinzu kommen Sanierungsarbeiten im Kindergarten, Schaffung eines neuen Parkplatzes am Rathaus oder auch die Ertüchtigung des Bauhofs. Das alles verschlingt keine Unsummen. Doch es summiert sich. Um alle anstehenden Maßnahmen finanzieren zu können, muss die Gemeinde den Rücklagen eine Million Euro entnehmen. Kämmerin Elisabeth Mohr bestätigt: „Das ist außergewöhnlich hoch."

Nachdem der Haushalts-Sitzung umfangreiche Vorberatungen vorausgegangen waren, gab es dennoch keine größeren Diskussionen. Die Volksvertreter segneten den Haushalt einstimmig ab.

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