Gemeinsam den Wallgauer Tourismus wieder nach vorne bringen

Wallgau - Bei der Tourismus-Versammlung fordert Wallgaus Bürgermeister Hansjörg Zahler die Vermieter zu Geschlossenheit auf. Die Klassifizierung ihrer Betriebe ist der erste wichtige Schritt.

Mit deutlichen Worten appellierte Zahler an die rund 80 Anwesenden im Haus des Gastes: "Wir müssen uns alle in die gleiche Richtung bewegen." Die Umstrukturierung der Gemeindeführung durch die Kommunalwahlen sei eine gute Möglichkeit, vor allem in Sachen Tourismus alles genau zu analysieren. "Jetzt haben wir die Gelegenheit, zu untersuchen, was wir besser machen können und auch müssen."

Deshalb sucht der Rathaus-Chef den Schulterschluss mit seinen Fremdenverkehrsbetrieben. "Wir müssen die aktuelle Situation akzeptieren, und sie als Chance begreifen", betonte er. Der Negativtrend der vergangenen 15 Jahre - von rund 300 000 Übernachtungen in 1993 auf knapp 155 000 im vergangenen Jahr - sei nun einmal Fakt. "Aber wenn wir das gemeinsam angehen, ist mir nicht bange vor der Herausforderung."

Dass sich das Geschäft mit den Urlaubern verändert hat, ist allen klar. "Durch das Internet stehen wir in einem verschärften Wettbewerb mit überregionalen und internationalen Urlaubsregionen", erläuterte die Leiterin der Tourist-Info, Steffi Rehm. "Mit denen werden wir verglichen. Und mit denen müssen wir uns auch messen lassen." Genau dort liegt, glaubt Zahler, die Ursache für die immer weniger werdenden Gäste: "Wir können nicht mehr mithalten. In Tirol, Südtirol und der Schweiz sind die Zahlen gleich geblieben oder sogar gestiegen."

Grundlage, um wieder zur Konkurrenz aufschließen zu können, ist für Zahler die vor einiger Zeit initiierte Qualitäts-Offensive. "Sterne sind nun einmal das einfachste Entscheidungskriterium", unterstrich er und appelliere an die Gästeunterkünfte, sich wenn möglich daran zu beteiligen. Von Gemeindeseite gebe es dafür ebenfalls Unterstützung. Sie übernimmt 50 Prozent der Kosten des Verfahrens. Und Wallgau werde auch seinen Teil dazu beitragen, den Ort attraktiver zu machen. Der Wanderbus werde bereits hervorragend angenommen. Zur Zeit wird zudem ein Konzept zur Dorfverschönerung erarbeitet, und die beiden Kurpark sollen ausgebaut werden. "Dort wollen wir zum Beispiel auch das Thema Gesundheit stärker integrieren", erläuterte Zahler. Ferner steht im Sommer die Sanierung des Panorama-Wanderweges und der Ausbau der Minigolfanlage an. Im Rahmen der Alpenwelt Karwendel wird das Wegenetz im Herbst mit einer neuen Beschilderung ausgestattet.

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