In dem gelben Areal soll das Krüner Gewerbegebiet zwischen der B2 und dem Isarkanal entstehen. Grafik: Lxs

Gewerbegrund zu Schnäppchen-Preisen

Krün - Bis Ende Februar läuft das Bewerbungsverfahren für die Grundstücksvergabe im Krüner Gewerbegebiet Süd. Am Donnerstag gab Bürgermeister Thomas Schwarzenberger erstmals Preise bekannt.

Es war ein langer, steiniger Weg bis zum Gewerbegebiet Krün Süd. „Jetzt müssen wir es auch mit Leben erfüllen“, sagte Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) am Donnerstag auf einer Informationsveranstaltung im Kurhaus.

Dass das möglich ist, zeigt allein das Interesse an dem Projekt. Rund 50 Gewerbetreibende und Handwerker aus der Umgebung der Isartalgemeinde waren gekommen, um sich aus erster Hand die Fakten anzuhören. Darunter auch die Vertreter der örtlichen Sparkasse sowie der Raiffeisenbank. Das Hauptinteresse galt freilich den Preisen für die Grundstücke auf dem 4,3 Hektar großen Areal zwischen der Bundesstraße 2 sowie dem Eon-Umspannwerk und Isarkanal.

Die können sich wahrlich sehen lassen: 90 Euro kostet der Quadratmeter auf etwa zwei Drittel des Areals. Die besseren Lagen liegen bei 105 Euro pro Quadratmeter. Rund die Hälfte der Gesamtfläche vermarktet die Gemeinde selbst, den nördlichen Teil hatte sich bereits im Dezember vergangenen Jahres die „Forum Projektmanagement GmbH“ aus Garmisch-Partenkirchen gesichert (wir berichteten). Für diese Flächen sind sogar schon die ersten Bauanträge – unter anderem für eine Aldi-Filiale – eingegangen.

„Unser Ziel war es von Anfang an, Gewerbeflächen für unter 100 Euro pro Quadratmeter anzubieten“, erklärte Schwarzenberger. „Das ist uns gelungen. Wir wollen Raum schaffen für heimische Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die auch Arbeits- und Ausbildungsplätze bringen.“ Genau aus diesem Grund soll das Gewerbegebiet auch in kleinen 500 bis 3000 Quadratmeter großen Flächen verkauft werden. Tankstellen und reine Bürogebäude sind ausgeschlossen.

Zudem umgeht die Gemeinde damit auch die Gefahr, die Grundstücke europaweit ausschreiben zu müssen – ab einer gewissen Vertragssumme ist das vorgeschrieben. „Wir haben ohnehin schon genug Bürokratie“, sagte Schwarzenberger. Denn im Sinne der Gleichbehandlung müssen die Verkäufe auch jetzt schon regional ausgeschrieben werden und können nicht von den Volksvertretern frei vergeben werden. Die Frist läuft noch bis zum 28. Februar.

Sorge, dass keine Bewerbungen eingehen, hat Schwarzenberger nicht. „Es gibt schon etwa 15 Interessenten.“ Das freut den umtriebigen Bürgermeister ohne, dass er übermütig wird. „Wir wissen, dass wir nicht alles auf einmal losbekommen. Aber es ist wichtig, dass wir jetzt den Anfang machen.“

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