Grausiger Leichenfund: Hund harrt neben totem Frauchen aus

Leutasch/Mittenwald - Drama am Grünkopf: Die Polizei fand am Dienstag den Leichnam einer Rheinland-Pfälzerin. Ihr Hund hatte die Bergretter auf die richtige Fährte gebracht.

Eine dramatische Bergrettungsaktion hat sich am Dienstag in Leutasch im Bereich des Grünkopfs (1587 Meter) abgespielt. Dort kreiste ein Polizeihubschrauber auf der Suche nach einem verirrten Hund über felsigem Gelände. Doch die Beamten fanden nicht nur den Vierbeiner, sondern auch den Leichnam einer Frau.

Wie Untersuchungen der Tiroler Polizei gestern ergaben, handelt es sich„mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ um eine 52-jährige Urlauberin aus Worms, die in Mittenwald Quartier bezogen hatte. Ein Sprecher der Sicherheitsdirektion Innsbruck teilte am Mittwoch mit, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne. „Es gibt nur Fußspuren von der Frau.“

Das Drama begann bereits am Montagabend. Ein Hüttenwirt aus Unterleutasch alarmierte gegen 21 Uhr die Bergrettung, weil er einen Hund im Gelände bellen hörte. Die Aktion wurde schließlich gegen 22.40 Uhr wegen Lawinengefahr und Dunkelheit in dem steilen und eisigen Areal abgebrochen.

Tags darauf informierte ein Anrufer die Beamten der Inspektion Seefeld über Hundegebell nahe des „Franzosensteigs“. Daraufhin wurde am Dienstag die Suche per Helikopter fortgesetzt. Gegen 12.40 Uhr entdeckte die Besatzung an der Grünkopf-Südseite auf 1350 Metern einen Hund und einen leblosen Frauenkörper. Beide befanden sich unterhalb eines Felsabbruchs in einer mit Schnee gefüllten Steilrinne. Als Todesursache werden schwere Kopf- und innere Verletzungen genannt.

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