Startschuss für die neue Photovoltaik-Anlage am Lachen: (v. r.) Umweltminister Markus Söder nimmt das System zusammen mit Bürgermeister Thomas Schmid, Landrat Harald Kühn und Werkleiter Wotan Lichtmeß in Betrieb. foto: tokarski

Größter Solarpark Südbayerns geht ans Netz

Garmisch-Partenkirchen - Sonnenstrom für 370 Haushalte: Die Garmisch-Partenkirchner Photovoltaik-Anlage am Lachen ist am Mittwoch in Betrieb genommen worden.

Die Sonne scheint: Perfekte Rahmenbedingungen für die Einweihung des Solarparks auf der ehemaligen Mülldeponie „Am Lachen“. Gleich nachdem Bayerns Umweltminister Markus Söder den Knopf an der Transformatorstation gedrückt hatte, begannen die 5500 Photovoltaik-Module am Fuße des Kramers mit der Stromproduzierung von bis zu 1,3 Millionen Kilowattstunden jährlich – das reicht zur Versorgung von zirka 370 Haushalten.

Damit ist der Solarpark das bedeutendste Projekt, dass die Garmisch-Partenkirchner Gemeindewerke zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien angeschoben haben – und das teuerste. 4,2 Millionen Euro nahmen die Werke als Bauherr in die Hand und schufen die größte Anlage in ganz Südbayern.

Am Fuße des Kramers steht nun eine „Pionieranlage“, wie sie der Leiter der Gemeinde, Wotan Lichtmeß, bezeichnete. „Die Betonklötze für die Module wurden auf der Folie der ehemaligen Mülldeponie gegossen“, erläuterte er. Denn die renaturierte Oberfläche der früheren Halde durfte wegen der darin eingeschlossenen Giftstoffe keinesfalls durch Betonträger beschädigt werden. Im Rahmen einer Diplomarbeit hatte Projektleiter Tino Lenz daraufhin das neuartige Konzept, das ein zweites Mal in dieser Form bislang nur in Fürth realisisert worden war, umgesetzt. Nach dem Spatenstich im Mai vergangenen Jahres hatten hiesige Firmen in sieben Monaten 1684 Betonfertigteile und 146 Metallkonstruktionen und Wechselrichter mit 5500 Modulen in Zusammenarbeit am Lachen aufgestellt.

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