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Flagge zeigen beim Flashmob gegen Flächenfraß der Grünen Jugend. Mit dabei sind die beiden Gruppierungs-Sprecher Sophie Harper (4. v. l.) und Benjamin Adjei (4. v. r.) mit dem Landtagskandidaten Andreas Krahl (3. v.r.). 

Lokalpolitik

Grüne Jugend startet im Landkreis durch

Im Januar wird die Ortsgruppe für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen offiziell gegründet. Vorab gab es die erste größere Aktion. 

Landkreis – „Jeden Tag wird in Bayern eine Fläche von etwa 13 Hektar mit Asphalt und Beton zugebaut“, sagt Benjamin Adjei, Sprecher der Grünen Jugend Oberbayern. Er hat sich mit anderen politisch interessierten Jugendlichen zu einem Vernetzungstreffen der Bezirke eingefunden. Ziel ist es, im Raum Garmisch-Partenkirchen eine Ortsgruppe der Grünen Jugend zu gründen. Im Zuge dessen wurde ein spontaner Flashmob in der Murnauer Fußgängerzone abgehalten. Damit sollte auf besagte Verbauung aufmerksam gemacht werden.

Zugleich wurden Unterschriften für ein Volksbegehren unter dem Motto: „Betonflut eindämmen“ gesammelt. Hierfür sollen bis zum Ende des Jahres bayernweit mindestens 25 000 Stimmen zusammengetragen werden, um sie Anfang 2018 beim bayerischen Innenministerium einzureichen. Die Aktion wird von der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Kooperation mit ÖDP und der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) organisiert. „Wir machen uns für dieses Thema stark, weil es auch in unserer Region relevant ist. Beispielsweise hätte die Umgehungsstraße bei Saulgrub deutlich platzsparender ausfallen können“, moniert die zukünftige Sprecherin der Grünen Jugend Garmisch-Partenkirchen, Johanna Sührig.

Die 18-jährige Bad Kohlgruberin hat heuer Abitur gemacht und ist angehende Medizinstudentin. Zuvor war sie bei der Grünen Jugend in München aktiv. Ihr zufolge ist es an der Zeit, dieses Angebot in die Region zu bringen. „Hier vor Ort kann noch viel getan werden“, betont sie. So hat sie etwa den öffentlichen Nahverkehr im Auge, der ihrer Meinung nach noch ausbaufähig ist: „Wenn ich abends von Garmisch-Partenkirchen nach Bad Kohlgrub will, fahren keine Busse mehr. Das ist ärgerlich“, findet Sührig. Was Murnau betrifft, könne man den Ort „fahrradfreundlicher“ gestalten. Darüber hinaus liegt ihr „Queer-Politik“ am Herzen. Demnach will sie sich dafür einsetzen, dass Menschen mit von der Norm abweichenden sexuellen Identitäten Anlaufstellen zur Beratung in der Nähe haben. „Im Landkreis gibt es so etwas gar nicht, dazu muss man erst bis nach München fahren“, erklärt sie.

Sührig ist zuversichtlich, dass die Gruppe wachsen wird. Derzeit haben sieben potenzielle Mitglieder Interesse bekundet. Die offizielle Gründung erfolgt im Januar 2018. Bis dahin soll es einen Internetauftritt geben – auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook will sich die Grüne Jugend vernetzen.

Adjei steht bei den Anfängen zur Seite: „Ich habe schon beim Aufbau einer Ortsgruppe in Ingolstadt geholfen. Damals haben wir auch klein angefangen.“ Wie Thomas Wagner, Pressereferent des Kreisverbandes im Rahmen des Vernetzungstreffens mitteilte, verfolge die Grüne Jugend grundsätzlich dieselben Themen wie die große Schwesterpartei: Ökologie, Nachhaltigkeit und Ökonomie stehen an erster Stelle. „Auch wenn wir viel Hand in Hand arbeiten, soll die Grüne Jugend als eigenständig angesehen werden“, betont Wagner.

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