Grünes Licht für Mobilfunkmasten

Murnau - Der Mobilfunkanbieter O2 möchte im Murnauer Süden eine Antenne errichten. Vom geplanten Standort am Burggraben ist in anderem Zusammenhang öfters die Rede.

Das betreffende Haus beherbergt einen Laden, in dem rechtsextreme Devotionalien feilgeboten werden. Dem Geschäft angeschlossen ist zudem ein Versandhandel. In dem Geschäft finden zudem auch immer wieder Treffen von Neonazis statt. Der Bauausschuss hatte O2 schon vor längerem schon fünf bis sechs Vorschläge präsentiert, wo der Anbieter seine Antenne eventuell montieren könnte. „Das ist aber gescheitert, weil die Eigentümer das nicht wollten“, erläutert Bauamtsmitarbeiter Ingo Presuhn. Das Thema steht schon länger auf der Tagesordnung. Denn Monteure wollten im November 2009 auf dem Dach des Hauses am Burggraben eine 7,50 Meter hohe Antenne errichten. Nachbarn beobachteten dies und meldeten sich im Murnauer Bauamt. Schließlich schritt das Landratsamt ein und stoppte die Arbeiten. In der Bayerischen Bauordnung steht zwar, dass Antennen bis zu zehn Metern Höhe genehmigungsfrei sind. Laut Ortsgestaltungsssatzung darf eine solche Konstruktion in Murnau jedoch nicht höher als drei Meter sein. Bürgermeister Michael Rapp (CSU) teilte kürzlich im Bauausschuss mit, dass der Mobilfunkbetreiber O2 gegen die Baueinstellung juristisch vorgegangen sei. Das Verwaltungsgericht habe diesen Widerspruch jedoch in einer Eilentscheidung abgelehnt, erklärte Presuhn. Anschließend schlug das Unternehmen O2 eine Höhe von vier Metern vor. Die Gemeinderäte hatten nun über einen entsprechenden Antrag zu entscheiden. Im Behördendeutsch spricht man von einer „isolierten Abweichung von den Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung“. Weniger als vier Meter sei für den Mobilfunkanbieter nicht praktikabel, erläuterte Bürgermeister Rapp. „Wir haben eine deutliche Reduzierung erreicht“, betonte Marktbaumeister Klaus Tworek und riet den Räten, diesem Kompromiss-Vorschlag zuzustimmen. Die Kommunalpolitiker befürworteten schließlich die Errichtung einer vier Meter hohen Antenne. Die Angelegenheit wird nun an das Landratsamt weitergegeben. roy

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