+

Urteil im Gerichtsprozess

Haftstrafen für junge Drogendealer

Landkreis - Sie haben im großen Stil Drogen verkauft. Doch dieses Geschäft zahlte sich für mehrere junge Leute nicht aus. Zwei von ihnen müssen für Jahre hinter Gitter.

Das Landgericht München II hat die fünf jungen Leute aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau verurteilt, die sich wegen Drogenhandels verantworten mussten: Die beiden Haupttäter gehen ins Gefängnis, die anderen drei erhielten Bewährungsstrafen. Bei dem Urteil mussten die Werdenfelser schlucken: Denn ein 24-jähriger Garmisch-Partenkirchner wird die nächsten fünf Jahre hinter Gittern verbringen. Sein 21-jäherige Kompagnon aus Wielenbach wird dreieinhalb Jahre sitzen. Außerdem ordnete das Gericht bei beiden die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, weil deren Drogenkonsum bereits stark verfestigt ist. Für ihre Spezln sah der Richter folgende Urteile vor: Ein 25-jähriger Garmisch-Partenkirchner erhielt eine Strafe von zwei Jahren, ein 22-jähriger Grainauer ein Jahr und zehn Monate sowie eine 23-Jährige aus dem Kreisort eineinhalb Jahre. Bei allen dreien wurde die Haftstrafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Sie wird nur vollzogen, falls sie sich in der Bewährungszeit noch etwas zu Schulden kommen lassen. Alle fünf Angeklagten hatten im Prozess gestanden.

 Am stärksten als Drogenhändler betätigte sich der 24-Jährige, der sich noch in der Ausbildung befindet. Mit seinem Kumpel aus Wielenbach fuhr er Anfang Januar 2015 nach Essen, um dort im großen Stil Rauschgift einzukaufen. Der Garmisch-Partenkirchner erwarb fünf Kilo Haschisch, mindestens 700 Gramm Haze (Cannabis) und mindestens ein halbes Kilo Marihuana. Sein Spezl nahm ein Kilo Haschisch, 100 Gramm Haze und 100 Gramm Marihuana mit. Das Kuriose dabei: Einen Großteil des Haschischs versteckte er in einem Baumstumpf in einem Wald bei Haunshofen, wo es allerdings nicht mehr gefunden wurden. Der 24-Jährige war Ende Januar 2015 erneut in Essen, wo er 1,5 Kilo Marihuana und laut Anklage vier Kilo Amphetamin kaufte. Im Urteil schlug allerdings nur noch das eine Kilo zu Buche, das bei der Hausdurchsuchung in seinem Elternhaus gefunden wurde. Die Wohnung wurde Mitte Februar sofort durchsucht, nachdem die Polizei den Wielenbacher mit 556 Gramm Marihuana geschnappt hatte, das er kurz zuvor bei dem Garmisch-Partenkirchner gekauft hatte.

Nina Gut

Auch interessant

Kommentare