"Hitler-Gruß": Junger Mittenwalder muss 2400 Euro Strafe zahlen

Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald - Bei der Brendten-Feier 2007 hatte sich ein junger Mittenwalder zum "Hitler-Gruß" hinreisen lassen. Dafür wurde er nun zu einer satten Geldstrafe verurteilt.

Richter Richter Paul Georg Pfluger vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen verdonnerte ihn deshalb zu 2400 Euro. Der Vorfall habe sich, so Staatsanwältin Petra Rainer, gegen 16.30 Uhr in der Hochstraße ereignet. Am Rande der Kundgebung, die dort linke Gruppen veranstalteten, habe der 19-Jährige mit 2,0 Promille den linken Demonstranten "Sieg heil" entgegen gerufen. Der Angeklagte wiedersprach dem. Er sei mit einem Spezi lediglich deshalb dort gewesen, weil er seine Freundin besuchen wollte. "Es war am Nachmittag und ich war betrunken, mein Freund hatte auch schon ein paar Halbe", versuchte er zu erklären, betonte aber, dass er keinesfalls "Sieg Heil" gerufen habe, sondern nur irgendwas, was auch die zahlreich anwesende Polizei nicht gehört habe. Sein 18-jähriger Kamerad bestätigte die Aussage: "Ich hätte es schließlich gesehen, wenn er die Hand zum Hitler-Gruß erhoben hätte."

Hingegen wollen drei auswärtige Männer, die bei der Demo anwesend waren, sehr deutlich die Worte gehört haben. Verteidiger Michael Schmid versuchte zwar, die Glaubwürdigkeit der drei Zeugen zu erschüttern, und beantragte Freispruch, doch ohne Erfolg. Die Staatsanwältin hingegen räumte dem Angeklagten zumindest ein, dass er nicht der rechten Szene angehöre, dennoch habe er sich in der hizigen Atmosphäre zu dem Ausspruch hinreissen lassen.

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